Beschuldigter im Tötungsdelikt von Frutigen bleibt in Haft

Das Bundesgericht weist die Beschwerde eines Mannes, der nach einem Tötungsdelikt in Frutigen in U-Haft sitzt ab – es bestehe ein dringender Tatverdacht.

Das Haus in Frutigen nach dem Brand im Februar.

Das Haus in Frutigen nach dem Brand im Februar. Bild: Bruno Petroni

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Der Partner einer 41-jährigen Frau, deren Leiche nach dem Brand eines Bauernhauses in Frutigen BE gefunden wurde, bleibt in Untersuchungshaft. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Mannes abgewiesen. Gegen ihn wird wegen vorsätzlicher Tötung, Brandstiftung und Störung des Totenfriedens eine Strafuntersuchung geführt.

Das Bundesgericht hält in seinem am Dienstag publizierten Urteil fest, dass gegen den Beschuldigten ein dringender Tatverdacht bestehe. Es geht zudem von Fluchtgefahr aus. Wie aus dem Lausanner Entscheid hervor geht, hat die Obduktion der verbrannten Leiche ergeben, dass die Frau vor dem Brandausbruch bereits tot war. Möglicherweise wurde ihr eine Kopfverletzung zugefügt. Die Rechtsmedizin schliesst jedoch nicht aus, dass das Opfer Alkohol, Drogen und Medikamente konsumierte und an einer sogenannten Mischintoxikation starb.

Nicht nur die Hinweise für die Fremdeinwirkung, die den Tod der Frau möglicherweise verursachten, sondern noch weitere Indizien lassen das Bundesgericht schliessen, dass ein dringender Tatverdacht besteht.

So wurden Brandbeschleuniger im Haus festgestellt. Zudem schrieben sich der Beschuldigte und das Opfer täglich SMS, was nach dem mutmasslichen Todeszeitpunkt nicht mehr der Fall was.

Als weiteres Indiz wertet das Bundesgericht das Verhalten des Beschuldigen nach dem Brand. Er reiste mit seinem Wohnmobil nach Frankreich. Dort wurde er Mitte Februar festgenommen und einen Monat später in die Schweiz überführt.

Am 15. Februar brannte das Bauernhaus der Opfers fast vollständig aus. Unter dem Brandschutt wurde deren Leiche gefunden. Die Staatsanwaltschaft Bern geht gemäss Urteil des Bundesgerichts davon aus, dass die Frau bereits einige Tage vorher getötet wurde.

(Urteil 1B_366/2018 vom 22.08.2018) (zec/sda)

Erstellt: 04.09.2018, 12:00 Uhr

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