Bernhard Pulver ist eine gute Wahl

Der ehemalige Regierungsrat Bernhard Pulver bringt die Fähigkeiten mit, die es für das Verwaltungsratspräsidium der Insel-Gruppe braucht.

Bernhard Pulvers Fähigkeiten sind jetzt bei der Insel-Gruppe gefragt.

Bernhard Pulvers Fähigkeiten sind jetzt bei der Insel-Gruppe gefragt. Bild: Adrian Moser (Archiv)

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Vergleiche sind schwierig, doch Parallelen gibt es durchaus: Als Bernhard Pulver 2006 Erziehungsdirektor des Kantons Bern wurde, traf er auf eine nach vielen Umstrukturierungen reformmüde Schule. Bereits nach einem Jahr erhielt er von Lehrerinnen und Lehrern Applaus dafür, wie er mit dieser Situation umging. Er schaffte es, die Schule zu beruhigen und trotzdem jene Veränderungen voranzutreiben, der sie sich stellen musste. Solche Fähigkeiten sind jetzt bei der Insel-Gruppe gefragt.

Die Spitalgruppe hat Umwälzungen hinter und auch noch vor sich. Die Fusion des Universitätsspitals mit Land- und Stadtspitälern hinterliess zahlreiche Narben. Viele Mitarbeitende wechselten zu anderen Spitälern, und etliche zuweisende Hausärzte wandten sich ab. Zudem ist der finanzielle Druck auf die Insel-Gruppe angestiegen, seit die Politik von den Spitälern mehr Wettbewerb fordert.

Hinzu kommt, dass sich medizinische Behandlungen und mit ihnen Spitalstrukturen rasant verändern. Gerade die Insel-Gruppe mit ihren verschiedenen Standorten in der Stadt und der Region Bern ist in diesem Prozess gefordert.

Gut vorstellbar, dass Pulver als neuer Verwaltungsratspräsident der Insel-Gruppe eine ähnliche Atmosphäre vorfindet wie 2006 bei seinem Amtsantritt als Regierungsrat. Dass der 53-Jährige die richtige Wahl ist, dafür sprechen neben seiner Persönlichkeit und Vorgehensweise auch die Umstände. Zwar war der grüne Politiker als Jurist nie im Gesundheitswesen tätig. Als Erziehungsdirektor war er aber für die Universität zuständig und als bestens vernetzter Regierungspräsident trieb er den Medizinalstandort voran.

Der ehemalige Regierungsrat bringt Erfahrung mit, ohne dass sich Interessenkonflikte abzeichnen. Und nicht zuletzt kann man davon ausgehen, dass die zwei künftigen Insel-Alphatiere in die gleiche Richtung ziehen, fand doch Direktionspräsident Uwe E. Jocham in der Vergangenheit viel Lob für Pulvers Arbeit. (Der Bund)

Erstellt: 08.11.2018, 19:03 Uhr

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