Beratungsstelle für Sans-Papiers und Müslüm ausgezeichnet

Der zehnte Integrationspreis der Stadt Bern geht an die Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers. Den Förderpreis erhält der Berner Entertainer Müslüm, der Integration originell und unkonventionell thematisiert.

Der «Integratör»: Müslüm erhält den Förderpreis, die Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers den Integrationspreis der Stadt Bern.

Der «Integratör»: Müslüm erhält den Förderpreis, die Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers den Integrationspreis der Stadt Bern. Bild: Alessandro della Valle/Keystone

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Die Preise wurden am Montag an einer Feier in der Orangerie in der Elfenau übergeben, wie der Informationsdienst der Stadt Bern mitteilte. Mit dem diesjährigen Integrationspreis an die Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers würdigt die Stadt Bern eine Organisation, die sich in einem rechtlichen Grenzbereich bewegt. Sans-Papiers Personen ohne geregelten Aufenthaltsstatus seien eine Realität der Gesellschaft, heisst es in der Mitteilung. Die Jury zeigte sich davon beeindruckt, wie breit abgestützt das Engagement der Beratungsstelle ist. Es gelinge ihr, unterschiedlichste Personen und Institutionen für die Probleme von Sans-Papiers zu sensibilisieren, sagte Gemeinderätin Franziska Teuscher, die der Jury des Integrationspreises vorsteht.

Unkonventionell ist laut Jury auch der Gewinner des diesjährigen Förderpreises. Der Berner Künstler Müslüm habe sich als «der Integratör um den Preis beworben. Er gebe sich diesen Namen zu Recht, findet die Jury und zeichnet seine unkonventionelle, innovative und originelle Art, sich mit Integration auseinanderzusetzen, mit dem Förderpreis aus. Seit 2004 wird der Integrationspreis der Stadt Bern jedes Jahr durch die Direktion für Bildung, Soziales und Sport verliehen. Dieses Jahr findet das 10-Jahr-Jubiläum statt. Der Hauptpreis ist mit 5000 Franken dotiert und wird durch die Warlomont-Anger-Stiftung finanziert. Den Förderpreis gibt es seit 2008. Er ist mit 2000 Franken dotiert und zeichnet neue und innovative Engagements im Integrationsbereich aus. Er wird durch die Schweizerische Mobiliar Genossenschaft gestiftet. (gbl/sda)

Erstellt: 24.06.2013, 21:31 Uhr

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