Auf dem «Dach Europas» zur Lage der Nation

Bundesrätin Doris Leuthard und der bernische Regierungspräsident Andreas Rickenbacher verknüpften das Jubiläum der Jungfraubahn mit Betrachtungen zur Lage der Nation.

Bundesrätin Doris Leuthard nach ihrer Ansprache zum 100 Jahre-Jubiläum der Jungfraubahn am 1. August auf dem Jungfraujoch im Berner Oberland.

Bundesrätin Doris Leuthard nach ihrer Ansprache zum 100 Jahre-Jubiläum der Jungfraubahn am 1. August auf dem Jungfraujoch im Berner Oberland.

(Bild: (KEYSTONE/Lukas Lehmann))

Vor exakt hundert Jahren wurde die Jungfraubahn feierlich eröffnet. Gestern reiste erneut eine Festgesellschaft von über 160 geladenen Gästen via Kleine Scheidegg aufs Joch. Insbesondere Bundesrätin Doris Leuthard und der bernische Regierungspräsident Andreas Rickenbacher nutzten die Gelegenheit, das Jubiläum der Bahn auf dem «Dach Europas» mit einigen Betrachtungen zur Lage der Nation zu verknüpfen.

«Zusammenarbeit verschiedener Kraftzentren»

Käme heute jemand auf die Idee, ein Loch in die Eigernordwand zu bohren, wären die Bedenkenträger rasch zur Stelle, mutmasste Verkehrsministerin Leuthard. «Einsprachen und langjährige Verfahren wären programmiert.» Seinerzeit habe Adolf Guyer-Zeller nur gerade drei Jahre für die politische Umsetzung seiner Vision gebraucht.

Seit 1912 gelte das «phänomenale Bauwerk» als Synonym für die bahntechnischen Pionierleistungen der Schweiz – und sie sei heute noch das Markenzeichen einer offenen, technisch-innovativen Schweiz. Der bernische Volkswirtschaftsdirektor Rickenbacher erinnerte seinerseits an die «Zusammenarbeit verschiedener Kraftzentren», welche den Bau der Jungfraubahn ermöglicht hätten: «Die Vision eines Zürchers, die Beharrlichkeit der Berner und der Einsatzwille ausländischer Arbeitskräfte.»

jb/sda

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