Amstutz und Wasserfallen sind die einflussreichsten Berner

Die einflussreichsten Berner im nationalen Parlament sind die Nationalräte Adrian Amstutz und Christian Wasserfallen. Dies zeigt ein «Bund»-Parlamentarier-Rating zur Legislatur-Halbzeit.

Top im «Bund»-Rating: SVP-Nationalrat Adrian Amstutz.

Top im «Bund»-Rating: SVP-Nationalrat Adrian Amstutz.

(Bild: Valérie Chételat)

Marcello Odermatt@cellmob
Matthias Raaflaub

Nächste Woche beginnt im Bundeshaus die Wintersession. Sie markiert die Halbzeit der laufenden Legislatur. Eine Auswertung des «Bund» der ersten zwei Jahre zeigt: Am meisten Einfluss im Parlament haben die Nationalräte Adrian Amstutz (SVP), Christian Wasserfallen (FDP) und Ständerat Werner Luginbühl (BDP). Dahinter folgt die frühere Berner Gemeinderätin und Co-Präsidentin der Grünen Schweiz, Regula Rytz, sowie der Bieler Ständerat Hans Stöckli (SP).

Grossen Einfluss im Rat haben also jene Personen, die in ihren Parteien eine gewichtige Rolle spielen. Dennoch überraschen die hohen Platzierungen von Wasserfallen und Rytz. Letztere hat sich nach zwei Jahren im Nationalrat und eineinhalb Jahren als Grünen-Co-Präsidentin offenbar Gewicht im Rat verschafft. Das Gewicht der bürgerlichen Männer in den Spitzenrängen trifft nicht auf die ganze Rangliste zu. Die Frauen von SP und FDP rangieren ebenfalls in den Top Ten. Zuhinterst liegt – mit Ausnahme der erst kürzlich nachgerutschten Parlamentarierinnen – Andrea Geissbühler (SVP).

«Überdurchschnittlich» wichtig

Das «Bund»-Rating bewertet den Einfluss der Stände- und Nationalräte aus dem Kanton Bern. Laut Politologe Adrian Vatter, Direktor des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Bern, ist die bernische Vertretung im Bundeshaus auch im kantonalen Vergleich «überdurchschnittlich» einflussreich. Neben ihrer Grösse profitiere sie auch von der Nähe und Vertrautheit zur eidgenössischen Politik, sowie ihren Kontakten zur lateinischen Schweiz. Allerdings büsse die bernische Deputation an Gewicht ein, weil sie nur selten zusammenstehe, sagt Vatter. Das Rating sei «durchaus aussagekräftig.» Es zeige die Bedeutung, welche sowohl die Vertreter der «neuen» Politik als auch die eher konsensorientierten Brückenbauer in der eidgenössischen Politik spielten.

Das detaillierte Rating sowie das Interview mit Politologe Adrian Vatter lesen Sie in der Samstagsausgabe des «Bund» und am Wochenende auf derbund.ch.

Der Bund

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