Am Samstag beginnt die Skisaison

Nach den jüngsten Schneefällen startet am Wochenende vielerorts die Skisaison. Trotz des eher frühen Saisonstarts bangen kleinere Stationen um ihre Existenz.

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Kaum tanzten am Mittwoch über dem Berner Hausberg die Flocken, haben die Gurtenbahn-Mitarbeiter mit der Montage des Kinderskilifts auf der grossen Wiese begonnen. Vorerst muss sich aber der Berner Schneesport-Nachwuchs mit «böbble» zufriedengeben – es liegen bloss zehn Zentimeter Nassschnee. «Der Boden ist noch zu warm. Man kann noch keine Piste präparieren», sagt Bernhard Schmocker von der Gurtenbahn. Wenn Frau Holle mitspielt, soll der Gurtenskilift am 1. Dezember die ersten Kids auf den Gurtengipfel schleppen.

Das grosse Zittern

Im Berner Oberland herrscht nach den jüngsten Schneefällen bereits Jubelstimmung. In Adelboden etwa liegen im Skigebiet auf über 2000 Meter bereits bis siebzig Zentimeter Schnee. «Das ist eine fantastische Ausgangslage für eine tolle Wintersaison», frohlockt Matthias Werren, Geschäftsführer der Skiregion Adelboden-Lenk. Am Freitag öffnen daher bereits die Lifte auf der Elsigenalp, am Samstag nehmen die Anlagen im Gebiet Silleren-Hahnenmoos-Metsch den Betrieb auf.

Der Schneefall ist Balsam auf die Seele der Bergbahn-Betreiber. «Wir sind wegen der zuletzt sehr warmen Temperaturen schon etwas nervös geworden», so Werren. Nicht zuletzt, weil im Vorjahr wegen Schneemangels der Saisonstart erst Mitte Dezember erfolgen konnte. «Nun hoffen wir, dass es nach einem guten Sommer, einem guten Herbst auch einen guten Winter gibt», sagt Werren.

Auch in Grindelwald, Wengen und Mürren beginnt die Skisaison am kommenden Samstag. Ebenso in Meiringen-Hasliberg oder in der Skiregion Gstaad-Saanenland. «Unsere Pistencrew gibt Vollgas, damit auch die Lifte in tieferen Lagen laufen können», so eine Sprecherin der Bergbahnen Gstaad.

Auf wackeligen Beinen

Grüne Hänge oder weisse Pisten: Für die Skigebiete in den mittleren Lagen ist dies eine existenzielle Frage. Die Wiriehornbahnen im Diemtigtal etwa befinden sich schon länger auf «wackeligen Beinen», wie Geschäftsführerin Marina Schmoll unumwunden zugibt. Nach den Schneefällen blickt sie guten Mutes auf die kommenden Monate. «Ich bin euphorisch wie ein kleines Kind.» Nur extrem warme Temperaturen könnten einen baldigen Saisonstart vermiesen.

Von der Hand in den Mund lebt auch der Skilift Seelital. Verwaltungsratspräsident Stefan Lanz blickt zuversichtlich auf die weissen Hänge im Gantrisch-Gebiet, wo rund 25 Zentimeter der weissen Pracht liegen. «So viel Schnee hatten wir um diese Zeit letztmals vor vier Jahren.» Lanz hofft, dass der Lift am 5. Dezember die ersten Skifahrer den Hang hochschleppen kann. Dazu müsste allerdings mindestens ein halber Meter Schnee liegen.

Oberhalb von 1000 Meter ist in den nächsten Tagen mit weiteren Schneefällen zu rechnen. «Nächste Woche erreicht uns aber ein neues Hoch. Dann ist mit keinen weiteren Niederschlägen zu rechnen», sagt Meteorologe Reto Vögeli. Wann sich also die ersten Kinder vom Gurtenskilift hochziehen lassen können, bleibt ungewiss. (Der Bund)

Erstellt: 25.11.2015, 22:06 Uhr

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