Abstimmungsresultate bleiben zwei Tage geheim

Ungewöhnliches Vorgehen: Die Resultate der Abstimmung über den Ausbau der ARA Seeland-Süd werden erst am Dienstag publiziert.

So soll die ausgebaute ARA dereinst aussehen.

So soll die ausgebaute ARA dereinst aussehen. Bild: zvg

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Im Kanton Freiburg wird das Resultat einer mit Spannung erwarteten Abstimmung erst am Dienstag veröffentlicht. Die Verantwortlichen begründen das ungewöhnliche Vorgehen damit, dass eine bernische Gemeinde am Montagabend über dasselbe Thema befindet.

Zwölf Freiburger und fünf Berner Gemeinden müssen sich zum Ausbau der alten ARA in Muntelier zur ARA Seeland-Süd äussern. Alle Freiburger Gemeinden entscheiden an diesem Wochenende an der Urne, am Montag folgt die Gemeindeversammlung von Münchenwiler BE.

«Aufgrund der nahen Abstimmung in Münchenwiler werden wir am Sonntag keine Stellung nehmen», teilte der Gemeindeverband ARA Seeland Süd in einem Communiqué mit.

Das Freiburger Resultat soll am Dienstag publiziert werden, vier weitere Berner Gemeinden (Ferenbalm, Golaten/Kallnach, Gurbrü und Wileroltigen) entscheiden erst im Frühjahr. Damit der Kredit von 62,9 Millionen Franken als angenommen gilt, braucht es eine Mehrheit der Gemeinden und der Stimmenden.

Die ARA Seeland Süd soll künftig das Abwasser aus der ganzen Region Kerzers und der Region Murten reinigen. Die ARA in Muntelier wird ausgebaut und modernisiert, die ARA Kerzers zu einer eigentlichen Pumpstation mit Regenwasserklärbecken zurückgebaut.

Gegner des Projekts machen geltend, der Kredit sei eine Mogelpackung die Kosten für den Umbau der ARA Kerzers seien noch nicht enthalten. Weit günstiger wäre ihrer Meinung nach der Bau einer 25 Kilometer langen Pipeline, die das Abwasser zur ARA Biel in Brügg leiten würde.

Lerch nicht zuständig

Der Urnengang vom Sonntag wurde auch juristisch bekämpft. Ein Freiburger legte beim Kanton Bern Beschwerde ein, weil die fünf Berner Gemeinden erst später entscheiden und noch dazu nicht an der Urne.

Der Berner Regierungsstatthalter Christoph Lerch trat auf die Beschwerde nicht ein: Er sei dafür nicht zuständig. Der Gemeindeverband ARA Seeland Süd richte sich gemäss seinen Statuten nach Freiburger Recht. (spr/sda)

Erstellt: 08.02.2019, 15:34 Uhr

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