Zum Hauptinhalt springen

7500 Menschen fordern Mittel für Berner Psychiatrie

Im Rahmen einer Kundgebung auf dem Berner Rathausplatz überreichten Vertreter der Berner Psychiatrie dem Grossen Rat die Petition «für eine gute Psychiatrie».

mis
Auf dem Berner Rathausplatz fand eine Kundgebung der Angestellten der Berner Psychiatrie statt.
Auf dem Berner Rathausplatz fand eine Kundgebung der Angestellten der Berner Psychiatrie statt.
Manu Friederich
Sie fordern, dass das ambulante und stationäre Angebot der Psychiatrie im Kanton Bern trotz Sparmassnahmen «hochstehend» bleibt.
Sie fordern, dass das ambulante und stationäre Angebot der Psychiatrie im Kanton Bern trotz Sparmassnahmen «hochstehend» bleibt.
Manu Friederich
Lanciert wurde die Petition, weil der bernische Grosse Rat 2013 bei der Beratung des Spitalversorgungsgesetzes beschlossen hatte, drei kantonale Psychiatriezentren auszulagern.
Lanciert wurde die Petition, weil der bernische Grosse Rat 2013 bei der Beratung des Spitalversorgungsgesetzes beschlossen hatte, drei kantonale Psychiatriezentren auszulagern.
Manu Friederich
Die Angestellten der Berner Psychiatrie überreichten dem Berner Grossratspräsident Marc Jost die Petition «für eine gute Psychiatrie». 7500 Personen haben die Bittschrift unterzeichnet.
Die Angestellten der Berner Psychiatrie überreichten dem Berner Grossratspräsident Marc Jost die Petition «für eine gute Psychiatrie». 7500 Personen haben die Bittschrift unterzeichnet.
Manu Friedrich
1 / 6

Der bernische Grossratspräsident Marc Jost hat am Montag zum Auftakt der Novembersession des bernischen Grossen Rats eine Petition mit dem Titel «für eine gute Psychiatrie» entgegengenommen. 7500 Personen haben die Bittschrift unterzeichnet.

Sie fordern gemäss dem Petitionstext vom Grossen Rat und von der Kantonsregierung, dafür zu sorgen, dass das ambulante und stationäre Angebot der Psychiatrie im Kanton Bern trotz Sparmassnahmen «hochstehend» bleibt. Das bedinge faire Anstellungsbedingungen und eine ausreichende Finanzierung der geplanten Aktiengesellschaften.

Aufruf zur Kundgebung

Wenn Angestellte ihre Stelle verlören, müssten sie - ähnlich einem Sozialplan - von den Leistungen nach kantonalem Personalgesetz und kantonaler Stellenvermittlungsverordnung profitieren können.

Die Petitionsübergabe auf dem Berner Rathausplatz fand im Rahmen einer kleinen Kundgebung statt. Verschiedene Personalverbände und Gewerkschaften hatten die Angestellten in der Berner Psychiatrie zur Teilnahme aufgerufen. Schätzungsweise hundert Personen folgten diesem Aufruf.

Jost gratulierte den Angestellten der Psychiatrie für das Engagement und sagte, die zuständige Grossratskommission werde die Petition beraten. Anschliessend verfasse der Grosse Rat eine Antwort.

Psychiatriezentren werden verselbständigt

Lanciert wurde die Petition, weil der bernische Grosse Rat 2013 bei der Beratung des Spitalversorgungsgesetzes beschlossen hatte, die drei kantonalen Psychiatriezentren auszulagern. Sie sollen - wie früher schon die bernischen Spitäler - in die Selbständigkeit entlassen werden. Dies per Anfang 2017.

Auf dem Weg dorthin müssen die drei Psychiatriezentren ihre Budgets im Vergleich zu heute um 34,5 Millionen Franken entlasten. Das führt in allen Kliniken zu einem Stellenabbau. Als besonders schwierig zu erreichen gelten die Sparvorgaben für die Psychiatrischen Dienste Biel-Seeland-Berner Jura (PDBBJ).

Viele Unterschriften aus dem Jura

Aus diesem Gebiet kamen denn auch sehr viele Unterschriften für die Petition, wie VPOD-Gewerkschaftssekretärin Bettina Dauwalder bei der Übergabe der Petition sagte. Auch Personen aus dem Kanton Jura hätten unterschrieben, weil die psychiatrische Klinik Bellelay BE auch jurassische Patienten behandle.

Dauwalder sagte am Rand der Kundgebung, die Demonstration und die Petition hätten keinen direkten Zusammenhang mit einem spezifischen Geschäft der Novembersession des Grossen Rats. Es gehe darum, ein Zeichen zu setzen.

Regierungsrat und der Grosse Rat müssten bei künftigen Entscheiden zur Psychiatrie die Bedürfnisse des Personal kennen und möglichst in ihrem Sinn entscheiden. Die 7500 innert eines Monats gesammelten Unterschriften seien ein starkes Zeichen, so Dauwalder.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch