Zum Hauptinhalt springen

300 bernische Gemeinden ohne neues Bauland

Die meisten Gemeinden im Kanton Bern bekommen kein neues Bauland mehr, mancherorts müssen sogar die Reserven verkleinert werden.

Baulandreserve in Schlosswil: Wenn die Gemeinde nicht mit Grosshöchstetten fusioniert, dürften hier auch künftig Kühe weiden.
Baulandreserve in Schlosswil: Wenn die Gemeinde nicht mit Grosshöchstetten fusioniert, dürften hier auch künftig Kühe weiden.
Adrian Moser

Auf dem Land wohnen, mit Aussicht auf die Berge: In Rüeggisberg ist das möglich. Immer wieder rufen Leute auf der Gemeindeverwaltung an. Sie wollen wissen, ob es in der Gemeinde im Naturpark Gantrisch Bauland gibt. «Wir müssen jeweils sagen, dass keines mehr verfügbar ist», sagt Gemeindeschreiber Peter Zurbrügg. Doch nun hat die Gemeinde einen Brief vom Kanton erhalten. Darin steht, dass es in Rüeggisberg nicht zu wenig Bauland gibt – sondern zu viel. Die Reserven müssten reduziert werden. Ein Widerspruch? Zurbrügg verneint dies. Ein Grossteil der Baulandreserven in Rüeggisberg seien «nicht verkäuflich». Entweder wollten die Besitzer das Land nicht veräussern oder es liege an unattraktiven Lagen. «Wir schauen nun, wo wir Flächen auszonen können.» Das Land soll also zurück in die Landwirtschaftszone geführt werden. Es geht um eine Fläche von 0,7 Hektaren, so gross ist ein Fussballplatz.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.