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25 Plätze für schwierig zu betreuende Behinderte

Im Kanton Bern werden im kommenden Sommer 25 Wohnplätze für behinderte Menschen geschaffen, deren Betreuung sehr anspruchsvoll ist. Die Plätze entstehen in sechs über das gesamte Kantonsgebiet verteilten Institutionen.

Die Nathalie Stiftung in Gümligen ist eine der vier Institutionen, die sich bisher am Projekt beteiligen.
Die Nathalie Stiftung in Gümligen ist eine der vier Institutionen, die sich bisher am Projekt beteiligen.
Adrian Moser/ Archiv

Vom Angebot sollen Erwachsene mit einer geistigen Behinderung oder Autisten mit ausserordentlich herausforderndem Verhalten profitieren, wie die bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektion am Dienstag mitteilte.

Manche dieser Menschen drücken sich in bestimmten Situationen beispielsweise durch aggressives Verhalten gegenüber sich selber oder Aussenstehenden aus. Sie brauchen eine in höchstem Mass individuelle und oft auch ständige Betreuung.

Reguläre Heimplätze gibt es für solche Menschen kaum. Manche leben stattdessen in psychiatrischen Kliniken, obwohl sie dort eigentlich nicht am richtigen Ort sind. Viele werden mangels Alternativen zu Hause von den Eltern betreut - eine unvorstellbar aufreibende Aufgabe.

Für alle Betroffenen war die Situation im Kanton Bern bislang sehr unbefriedigend. Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion hat nun zusammen mit den wichtigsten Akteuren, wie Wohnheimen und Kliniken, eine kantonale Strategie entwickelt. Die Arbeiten sind soweit fortgeschritten, dass im kommenden Sommer 25 Plätze in sechs Einrichtungen bereitgestellt werden.

Derzeit beteiligen sich vier Institutionen am Projekt: die Heimstätte Bärau in Langnau, die Stiftung Wohnheim im Dorf in Bleienbach, die Nathalie Stiftung in Gümligen und das Zentrum Mittengraben in Interlaken. Je eine weitere Institution im deutsch- und im französischsprachigen Kantonsteil sollen noch dazu stossen.

Das Ziel des Kantons ist es im Endausbau Plätze für die 40 bis 50 anspruchsvollsten Menschen mit einer Behinderung zur Verfügung zu haben. In einem nächsten Schritt sollen daher auch Plätze für Menschen mit psychischer Behinderung aufgebaut werden, um die schwierige Versorgungssituation auch bei ihnen zu verbessern.

SDA/gbl

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