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«25’000 Franken verändern das Leben nicht grundsätzlich»

Ehemalige Verdingkinder und Opfer von fürsorgerischen Massnahmen posieren mit Kinderfotos 2014 vor dem Bundeshaus (Archivbild).

Bis 1980 hat der Staat vielen Kindern Leid zugefügt. Sind Sie zufrieden mit dem Erreichten in Sachen Wiedergutmachung?

Sie mussten politisch umsetzbare Lösungen finden. Kann denn das politisch Umsetzbare für die Opfer überhaupt ausreichend gerecht sein?

Sie sassen mit Opfern am runden Tisch. War das schwierig?

Für viele veränderte sich damit die Perspektive nicht: Sie mussten als Opfer beim Peiniger – also beim Staat – ihr Gesuch einreichen.

Bis zu 20’000 Menschen hätten den Opferstatus geltend machen können. Eingetroffen sind 9000 Gesuche.

Anerkannte Opfer erhalten 25’000 Franken: Kann dieser Betrag ein Leben voller Benachteiligung «wiedergutmachen»?

Wer als Folge des Erlittenen verhärmt ist und von der Sozialhilfe lebt, wird das auch weiterhin tun.

Gehandelt hat bis jetzt der Bund. Doch die Massnahmen, unter denen die Opfer zu leiden hatten, erliessen Gemeinden und Kantone. Die sind jetzt fein raus?

Sie werden Ende Monat pensioniert. Somit ist das Thema für Sie abgeschlossen?