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Nicht nur im Hochfeld sind Böden dreckig

Nicht nur die Berner Asylunterkunft Hochfeld, auch andere Zentren kämpfen mit der Hygiene. Die Ursachen hierfür sind vielseitig.

Die Sanitäranlagen im Berner Asylzentrum Hochfeld werden von den Bewohnern dreimal täglich geputzt – was nicht heisst, dass immer alles glänzt.
Die Sanitäranlagen im Berner Asylzentrum Hochfeld werden von den Bewohnern dreimal täglich geputzt – was nicht heisst, dass immer alles glänzt.
Valérie Chételat
Nachdem schockierende Video­aufnahmen publik geworden waren, gab es einen Ortstermin.
Nachdem schockierende Video­aufnahmen publik geworden waren, gab es einen Ortstermin.
Valérie Chételat
Problematisch wirkt sich auch die Überbelegung aus: Das Hochfeld ist zu 107 Prozent belegt.
Problematisch wirkt sich auch die Überbelegung aus: Das Hochfeld ist zu 107 Prozent belegt.
Valérie Chételat
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Die Hygiene in den Asylunterkünften scheint ein heisses Eisen zu sein. Kaum jemand will sich öffentlich zum Thema äussern – das Thema sei «extrem heikel», wird von mehreren Personen als Begründung angegeben. Auf das Video angesprochen, welches letzte Woche einen Einblick in die bernische Asylunterkunft Hochfeld gab, reagieren jedoch viele Befragten gleich: Die Sauberkeit sei zwar überall eine Herausforderung, aber solche Zustände wie im Hochfeld – Fäkalien am Boden und blutige Papierfetzen auf der Spiegelablage – kenne man im eigenen Zentrum nicht. Trotzdem: Ungenügende Hygienebedingungen beschäftigen auch die anderen Zentrumsbetreiber. «Die Sauberkeit ist eine schwankende ­Angelegenheit – am Morgen trifft man oft eine grosse Sauerei an», sagt ein ehemaliger Betreuer einer Asylunterkunft. Man habe sogar ein Abonnement bei Schädlingsbekämpfungsfirmen, heisst es vonseiten der Betreiber. Auch Wanzen seien ein wiederkehrendes Problem. Eine ­Zentrumsleiterin fügt an, dass sie immer «zweierlei Leute» beherberge. Es gebe immer auch schwarze Schafe unter den Bewohnern, jedoch würden sich längst nicht alle problematisch verhalten.

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