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Kanton verhindert Forscherkarriere

Der Physiker Munir al-Hashimi könnte an einem Projekt der Universitäten Bern und Katar weiterarbeiten, wenn er Schweizer wäre. Aber der Kanton verweigert dem niedergelassenen Iraker die Einbürgerung, die ihm die Stadt Bern gewährt hatte.

Munir al-Hashimi kann nicht nachvollziehen, warum er nun auch noch die Kosten der Arbeitsintegrationsmassnahme bezahlen soll.

Munir al-Hashimi kann nicht nachvollziehen, warum er nun auch noch die Kosten der Arbeitsintegrationsmassnahme bezahlen soll.

(Bild: Raphael Moser)

Bernhard Ott@Ott_Bernhard

Fordern und Fördern war das Motto der letzten Revision des Ausländer- und Integrationsgesetzes. Im Fall des einbürgerungswilligen Munir al-Hashimi (58) hat die kantonale Sicherheitsdirektion (SID) unter der Leitung von Regierungsrat Philippe Müller (FDP) den Akzent eher aufs Fordern gesetzt. Sie hat das Einbürgerungsgesuch des Physikers Ende Oktober abgelehnt, obwohl dieser die erforderlichen Sprachkenntnisse erbringt und die vor Jahren bezogene Sozialhilfe in der Höhe von 34000 Franken zurückbezahlt hatte.

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