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Integration ist ihnen nicht genug

Sie getrauen sich mehr als ihre Eltern: In Bern kämpft eine neue Generation von People of Color um ihren Platz in der Gesellschaft und gegen Rassismus. Was treibt sie an?

Mardoché Kabengele (rechts) diskutiert am Rassismusstammtisch im Stadtberner Restaurant Luna Llena.

Mardoché Kabengele (rechts) diskutiert am Rassismusstammtisch im Stadtberner Restaurant Luna Llena.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Er spielt nicht mehr mit. Mardoché Kabengele, Frontoffice-Mitarbeiter bei der Stadt Bern und politischer Aktivist aus Schleumen bei Hettiswil, widersetzt sich täglich dem Rat seiner Eltern. Manchmal spaziert er im Kapuzenpullover durch die Stadt, zuweilen gar in einem afrikanischen Gewand. Seine Haare trägt er kraus. Und seine Wochenenden verbringt er auf dem Vorplatz der Reitschule. Damit nimmt er in Kauf, dass ihn die Polizei häufiger kontrolliert. «Meine Eltern haben mich gelehrt, wie ich mich in der Öffentlichkeit verhalten muss, um mich ungestört bewegen zu können. Sie sagten: Kleide dich unauffällig, kämme deine Haare, passe dich an und halte deinen Ausweis bereit. Aber für mich und viele junge Leute stimmt es nicht mehr, unter dem Radar zu fliegen.»

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