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«Ich ermahne die Lehrlinge, sie sollten nicht jufle»

Seit der Lehre arbeitet Andreas Moser ununterbrochen für die Schreinerei Kilchenmann. Er hat viel Erfahrung mit heiklen Bauten – und ebensolchen Kunden.

Auf diese Büez im historischen Morell-Haus ist Andreas Moser besonders stolz.

Auf diese Büez im historischen Morell-Haus ist Andreas Moser besonders stolz.

(Bild: Adrian Moser)

Markus Dütschler

Andreas Moser arbeitet derzeit im Casino in Bern, wo er im Zug der Renovation auch eine wertvolle Spiegelwand wieder montiert hat. Res, wie der bald 65-Jährige genannt werden will, hat in der Schuttmulde die fehlenden Sprossen aufgespürt, die jemand voreilig entsorgt hatte. Bauen ist voller Überraschungen. Und auf dem Bau spricht man direkt, ohne zuvor einen Sprachleitfaden zu konsultieren. So sagt Moser von seinem Lehrling aus Angola, er sei «ein flotter Bursche, schwärzer als die Nacht». Auch dieser ist nicht zimperlich. Wenn Moser ihn heisst, dies und das zu holen, sagt der Lehrling grinsend: «Ich bin nicht dein Neger.»

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