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Warum die Linke im bürgerlichen Bern immer wieder gewinnt

Seit über 30 Jahren triumphieren die Linken im Kanton Bern bei Wahlen, die sie rein rechnerisch verlieren sollten. Gelingt Rot-grün in einer Woche der nächste Coup?

Am 19. Oktober 2003 schien für das rot-grüne Lager die Sonne aufzugehen: Simonetta Sommaruga (SP) schlug die FDP-Konkurrentin haushoch und liess sogar Ständerat Hans Lauri (SVP) weit hinter sich zurück.

Am 19. Oktober 2003 schien für das rot-grüne Lager die Sonne aufzugehen: Simonetta Sommaruga (SP) schlug die FDP-Konkurrentin haushoch und liess sogar Ständerat Hans Lauri (SVP) weit hinter sich zurück.

(Bild: Res Blatter)

Dölf Barben@DoelfBarben

2003 ging Simonetta Sommaruga in den Ständeratswahlen mit ihrem Resultat durch die Decke. Gewählt im ersten Wahlgang. Betretene Gesichter auf bürgerlicher Seite. Es war ein Wendepunkt im Kanton Bern. Erstmals war es Links-Grün auf Kantonsebene gelungen, ein bürgerliches Paket auseinanderzureissen – abgesehen von den Regierungsratswahlen 1986; aber das ist eine andere Geschichte. Die bernische Normalität, wie sie vor Sommarugas Wahl herrschte, ist seither nie mehr zurückgekehrt. 2002, ein Jahr zuvor, waren zum vorläufig letzten Mal fünf Bürgerliche locker in den Regierungsrat spaziert – mit zwei SP-Vertretern an ihrer Seite.

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