Gosteli-Archiv kann nur über Umweg unterstützt werden

Der Bundesrat schlägt Lösungen für das Gosteli-Archiv der schweizerischen Frauenbewegung vor. Eine direkte Finanzierung ist nicht möglich.

Das Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung ist Marthe Gostelis Lebenswerk.

Das Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung ist Marthe Gostelis Lebenswerk.

(Bild: Valérie Chételat)

Der Bundesrat sieht drei mögliche Lösungen: eine subsidiäre Finanzierung, die Integration eines Teils des Archivs ins Bundesarchiv oder die vollständige Überführung ins Bundesarchiv.

Diese möglichen Lösungen nennt der Bundesrat in einem Bericht, den er am Mittwoch verabschiedet hat. Das Parlament hatte ihn beauftragt, Möglichkeiten zu prüfen, um die Erhaltung des Archivs der Gosteli-Stiftung sicherzustellen. Diese steckt in finanziellen Schwierigkeiten.

Der Bundesrat hält fest, es gebe zwar keine rechtliche Grundlage zur direkten finanziellen Unterstützung der Stiftung. Diese könne aber im Rahmen des Gesetzes über die Förderung der Forschung und der Innovation eine subsidiäre Finanzierung beantragen. Eine alternative Lösung wäre die Integration des Archivs in den Bestand des Schweizerischen Bundesarchivs. Der Bundesrat hat das Bundesarchiv beauftragt, den Akteuren für Gespräche zu den Varianten zur Verfügung zu stehen, wie er in einer Mitteilung schreibt.

Die Gosteli-Stiftung bewahrt das Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung auf. Viele Frauenvereine archivieren dort ihre Dokumente. Die Frauenrechtlerin Marthe Gosteli war 2017 im Alter von 99 Jahren verstorben. Sie hatte in den 1960er Jahren die Frauenbewegung in der Schweiz massgeblich geprägt. Eines der grossen Ziele war damals die Einführung des Frauenstimmrechts. Das Archiv zur Geschichte der Frauenbewegung gründete Gosteli Anfang der 1980er Jahre.

mer/sda

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