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Gipfeli-Gate nimmt glückliche Wendung

Gute Neuigkeiten für alle Gurten-Gänger: Die Bäckerei Aegerter in Wabern darf nachts ab sofort wieder ihre Gipfeli verkaufen.

Die Gipfeli der Bäckerei Aegerter sind bei den Festivalbesuchern äusserst beliebt.
Die Gipfeli der Bäckerei Aegerter sind bei den Festivalbesuchern äusserst beliebt.
Raphael Moser

«Wir haben kurzfristig die Erlaubnis erhalten, dass wir in der Nacht auf Samstag und auf Sonntag wieder ab 2 Uhr öffnen dürfen», sagte Barbara Aegerter am Freitag auf Anfrage des «Bund». Regierungsstatthalter Christoph Lerch habe ihnen eine entsprechende Einzelbewilligung für das Betreiben eines Essensstandes in den verbleibenden beiden Festivalnächten erteilt. Damit darf die Bäckerei nun doch bereits um 2 Uhr nachts öffnen und heimkehrenden Festivalbesuchern frische Gipfeli verkaufen.

«Keinen Schlaf mehr bis Sonntag»

Das Inhaberehepaar freute sich sichtlich, als sie das Bewilligungsschreiben am Freitagnachmittag dem «Bund» in ihrer Bäckerei zeigten. Damit hätten sie nicht mehr gerechnet, sagen sowohl Jakob als auch Barbara Aegerter. Die kurzfristige Erlaubnis bedeutet für sie aber auch viel Arbeit. «Bis Sonntag werde ich kaum mehr schlafen», so Jakob Aegerter. Vor allem, weil er neben dem Nachtverkauf nach der ausbleibenden Bewilligung nun auch noch andere Aufträge angenommen hat.

Damit sie den Nachtverkauf so kurzfristig auch durchführen kann, müssen Aegerters auch genügend Arbeitskräfte auftreiben. Ihre Angestellten in der Backstube seien ohnehin aufgeboten und verfügen auch über eine Nachtarbeitsbewilligung. Anders das Verkaufspersonal: Für an den Tresen bieten Aegerters ihre halbe Verwandtschaft auf. Sie kommen und arbeiten auf freiwilliger Basis, «quasi für ein Butterbrot», sagt Jakob Aegerter. So kurzfristig noch zusätzliche Nachtarbeitsbewilligungen zu erhalten und eigenes Personal aufzubieten, sei schlicht nicht möglich.

Zukunft unklar

Trotz der für die Bäckerei Aegerter erfreulichen Wende ist noch nicht klar, wie es in der Sache künftig weitergeht. Eine Beschwerde Aegerters gegen die ursprüngliche Absage ist bei der kantonalen Volkswirtschaftsdirektion noch immer hängig.

Auch, wie es genau dazu kommen konnte, dass die Bewilligung dieses Jahr ursprünglich nicht ausgestellt worden war, ist noch nicht vollständig geklärt. Klar ist einzig, dass nicht nur die kantonale Volkswirtschaftsdirektion dafür verantwortlich ist, sondern auch die Gemeinde Köniz. Sie hätte keine gesetzliche Grundlage gehabt, das Gesuch zu bewilligen, sagte Thomas Brönnimann, Direktionsvorsteher für Sicherheit und Liegenschaften der Gemeinde Köniz, gegenüber dem «Bund».

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