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Gift im Seeländer Trinkwasser

Das Seeland ist von der Verunreinigung des Grundwassers mit Pestiziden besonders stark betroffen. Die Verunsicherung der Bevölkerung nimmt zu.

In der Schweiz kommt das Fungizid Chlorothalonil seit den 1970er-Jahren zum Einsatz.

In der Schweiz kommt das Fungizid Chlorothalonil seit den 1970er-Jahren zum Einsatz.

(Bild: Keystone)

Können die Seeländer ihr Hahnenwasser noch unbedenklich trinken? Oder sollten sie jetzt beispielsweise den Schoppen für das Neugeborene gescheiter mit Wasser aus dem Supermarkt anmischen? «Die Verunsicherung ist gross», sagt Roman Wiget, Chef der Seeländischen Wasserversorgung (SWG). Grund sind Berichte über Pestizidrückstände im Grundwasser. Konkret geht es um das Fungizid Chlorothalonil beziehungsweise dessen Abbauprodukte. Die EU hat den Stoff vor kurzem verboten: Eine von ihr in Auftrag gegebene Studie kam zum Schluss, dass der Wirkstoff Krebs verursachen kann. Auch Veränderungen im Erbgut konnten nicht ausgeschlossen werden. Von Verunreinigung im Grundwasser ist im Kanton Bern das Seeland, die «Gemüsekammer der Nation» besonders stark betroffen, wie das SRF-«Regionaljournal» kürzlich berichtete.

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