Fussgänger-Lobby warnt vor e-Trottinetts

Die Stadt Bern soll die geltenden Verkehrsregeln durchsetzen und dafür sorgen, dass e-Trottinetts nicht die Trottoirs unsicher machen. Das fordert der Verein Vortritt Fussgänger.

Von vielen Fussgängern gefürchtet: E-Trottinetts machen sich in den Schweizer Städten zunehmend breit.

Von vielen Fussgängern gefürchtet: E-Trottinetts machen sich in den Schweizer Städten zunehmend breit.

(Bild: Urs Jaudas)

Ärger wegen E-Trottinetts, die illegal auf Trottoirs unterwegs sind: Dieses Phänomen ist seit Monaten in europäischen Grosstädten zu beobachten. Der Stadtberner Verein Vortritt Fussgänger befürchet, das der unheilvolle Trend in die Stadt Bern überschwappt: In letzter Zeit hätten sich Meldungen über den «verantwortungslosen Fahrstil» von e-Trottinett-Fahrern auf Trottoirs gehäuft, schreibt der Verein in einem offenen Brief an die Berner Stadtregierung. Zusammenstösse könnten zu schlimmen Verletzungen führen.

«E-Trottinetts verfügen über eine zu hohe Geschwindigkeit, um auf dem Trottoir zu fahren», schreibt der Verein. Wer mit einem solchen Gefährt unterwegs sei, solle den Velostreifen nutzen, sagte Vereinspräsident Bernhard Eicher, FDP-Fraktionschef im Stadtparlament, am Dienstag auf Anfrage.

Den Brief habe man verfasst, um den Gemeinderat frühzeitig auf eine Entwicklung hinzuweisen. Der Blick auf andere Städte zeige, dass mit einem zunehmenden Aufkommen von E-Trottinetts zu rechnen sei. Ein weiterer Missstand zeigt sich dem Verein zufolge in Zürich, wo die E-Trottinetts über ein Verleihsystem zur Verfügung gestellt werden. «Sie liegen oft irgendwo auf dem Trottoir herum und versperren den Fussgängern den Weg.»

SDA/lok

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt