Für jede Gemeinde ein Fusionsszenario

Die Machbarkeitsstudie zur Fusion der Stadt Bern mit Ostermundigen und anderen Nachbargemeinden untersucht sechs verschiedene Fusionsszenarien.

Die Grenze zwischen Bern und Ostermundigen ist nicht sichtbar. Nun prüft eine Studie, wie die Fusion der Gemeinden funktionieren könnte.

Die Grenze zwischen Bern und Ostermundigen ist nicht sichtbar. Nun prüft eine Studie, wie die Fusion der Gemeinden funktionieren könnte.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Naomi Jones

Nun ist klar, wie die Fusionsstudie für die Gemeinden Bern und Ostermundigen beziehungsweise die vier weiteren interessierten Gemeinden aussehen soll. Das Büro Ecoplan wird für jede Gemeinde untersuchen, welche Auswirkungen eine Fusion mit der Stadt Bern für sie hätte. Ein sechstes Szenario soll die Fusion aller beteiligten Gemeinden untersuchen, wie die sechs Gemeindepräsidenten und -Präsidentinnen in einer Medienmitteilung schreiben.

Vier Teilprojekte

Das Büro Ecoplan ist ein Beratungs- und Forschungsbüro in Bern und Altdorf. Zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den jeweiligen Verwaltungen beantworten die Experten des Beratungsbüros Schlüsselfragen und zeigen die jeweiligen Vor- und Nachteile einer Fusion auf. Die Fusionsabklärung soll ergebnisoffen sein. Nebst der Fusion sollen auch Formen verstärkter Zusammenarbeit als Möglichkeit untersucht werden.

Die Machbarkeitsstudie wird in vier Teilprojekte gegliedert:

  • Politikbereiche: Wie wird die Verwaltung, der Verkehr, die Raumplanung, die Sicherheit, die Schule oder die Sozialhilfe nach einer allfälligen Fusion organisiert?
  • Politik: Wie könnte die politische Partizipation nach einer Fusion aussehen?
  • Finanzen: Welche Auswirkungen hätte die Fusion auf die Finanzen der beteiligten Gemeinden?
  • Recht: Wie können die verschiedenen Rechtsordnungen zusammengeführt werden?

Bürger und Verwaltungspersonal sollen sich einbringen

Nebst dem Personal der Verwaltungen sollen sich auch die Bürger und Bürgerinnen zur möglichen Fusion äussern können. Seit Frühling existiert eine Mailadresse (kooperation@bern.ch), unter der Interessierte Anregungen anbringen oder Fragen zum Thema Fusion stellen können. Sie können sich aber auch direkt an ihre Gemeindepräsidentin oder ihren Gemeindepräsidenten wenden.

Die Studie soll Anfang nächsten Jahres vorliegen. Ende 2020 wird jede Gemeinde entscheiden, ob sie die mögliche Fusion weiterverfolgen will oder nicht. Entscheidet sich eine Gemeinde dafür weiterzumachen, handelt sie mit der Stadt Bern einen Fusionsvertrag aus. Über diesen wird die Bevölkerung der betroffenen Gemeinden abstimmen. Läuft alles nach Plan, sollen die Abstimmungen schon 2023 durchgeführt werden.

Für die Studie wurde ein Kostendach von 540'000 Franken bewilligt. Die Gemeinden beteiligen sich daran entsprechend der Zahl ihrer Einwohner.

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