Feuerwehrkaserne: Stadt schliesst Vertrag mit Genossenschaft ab

Die Stadt Bern hat einen Vertrag mit einer Stiftung abgeschlossen. Diese soll künftig das Ziel verfolgen, die alte Feuerwehrkaserne sozial zu verwalten.

Die alte Feuerwehrkaserne soll eine Genossenschaft bleiben.

Die alte Feuerwehrkaserne soll eine Genossenschaft bleiben.

(Bild: Christian Pfander)

Berns ehemalige Feuerwehrkaserne an der Viktoriastrasse kann weiterhin genossenschaftlich genutzt werden: Die Berner Stadtregierung hat einen Baurechtsvertrag zwischen Stadt Bern und einer sozial orientierten Stiftung genehmigt.

Wie der Berner Gemeinderat am Donnerstag und die Genossenschaft Feuerwehr Viktoria am Freitag mitteilten, verfolgt diese Stiftung das Ziel, Grundstücke der Spekulation zu entziehen. Auf diese Weise sollen diese Grundstücke dauerhaft sozialverträglich genutzt werden können.

Die Genossenschaft Feuerwehr Viktoria erhält nun per 1. August von der equimo AG, einem Tochterunternehmen der Stiftung Edith Maryon, einen Generalmietvertrag. Auf diese Weise wird die Genossenschaft Vermieterin sämtlicher Räume und Flächen des Gebäudes, das bis Ende 2014 der Berner Berufsfeuerwehr diente. Wie die Genossenschaft schreibt, sichert das von der Stadt Bern der equimo AG zugesicherte Baurecht die Weiterführung der bisherigen Nutzung. Das Baurecht gilt bis 2099. Der Baurechtszins beträgt 55'800 Franken pro Jahr.

«Lebendiger Ort im Quartier»

In der alten Feuerwehrkaserne haben sich zahlreiche kleine Gewerbebetriebe niedergelassen. Es gibt auch eine Quartierwerkstatt, Kursräume und eine Boxschule. Die Genossenschaft spricht von einem lebendigen Ort im Quartier für das Quartier. Rund 1000 öffentliche Anlässen fänden pro Jahr im Gebäude statt. 15'500 Personen hätten sie besucht und es seien 21 bezahlte Vollzeit- und 54 bezahlte Teilzeitarbeitsplätze entstanden. 231 Personen engagierten sich ehrenamtlich, so die Genossenschaft. Sie will nun einen «partizipativen Zukunftsprozess» starten. Das Gebäude soll laut der Genossenschaft ein Wohn-, Gewerbe-, Kunst-, Kultur- und Begegnungsraum für ihre Mitglieder sein.

Neubaupläne weiterhin aktuell

Weiterhin geplant ist der Bau eines neuen Wohngebäudes an Stelle des heutigen Saalbaus, wie Genossenschafts Co-Präsidentin Nicole Stolz auf Anfrage sagte. 22 bis 25 Wohnungen sind vorgesehen. Die Investitionssumme beträgt geschätzte 6,6 Millionen Franken. Für diesen Neubau hat die equimo AG der Genossenschaft laut Stolz ein Unterbaurecht abgegeben. Die Genossenschaft will das Wohnbauprojekt mit Hilfe eines Architekturwettbewerbs bestimmen.

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