Feuerwehreinsatz wegen Berner Jungstorch

Der junge Berner Storch wurde von Vogelschützern beringt. Ins Storchennest gelangten sie mit einer Feuerwehrleiter.

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Der Berner Jungstorch ist jetzt offiziell registriert. Am Donnerstag gelangte ein Experte von Storch Schweiz mithilfe einer Leiter der Berner Berufsfeuerwehr ans Nest. Dieses befindet sich auf einem Gebäude der Armee an der Berner Papiermühlestrasse. Die beiden Storcheneltern flüchteten aus dem Nest und kreisten daraufhin in einigem Abstand um das Nest. Der junge Storch, der als einziger der vier geschlüpften Küken den kalten Frühling überlebte, stellte sich tot. Dies ist ein natürlicher Reflex, um sich vor Fressfeinden zu schützen.

Robert Schoop von Storch Schweiz brachte anschliessend den Ring am Oberschenkel des Storchs an. Mit den Ringen werden alle Störche registriert. Damit können sie später wieder identifiziert und ihre Wanderbewegungen nachvollzogen werden. Die Anbringung der Ringe erfolgt jeweils zwischen dem 35. und 50. Lebenstag. Zuvor ist das Kniegelenk zu schmal – der Ring könnte über das Gelenk rutschen und dieses blockieren. Nach dem 50. Lebenstag stellen sich die Störche nicht mehr tot. Dann würden sie die Storch-Experten attackieren. «Für uns könnte das gefährlich werden», sagt Schoop. In ungraden Jahren wird der Ring jeweils am linken Bein angebracht. Das Anbringen ist für die Tiere schmerzlos.

Kaum zog sich die Leiter mit Schoop darauf wenige Meter vom Nest zurück, landete auch schon einer der grossen Störche im Nest und kümmerte sich um den Nachwuchs.

bwg

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