Fahrzeugbrand bei Amag-Garage: War es Brandstiftung?

In der Nacht auf Mittwoch sind an der Wankdorffeldstrasse in Bern vier Autos ausgebrannt. Nun ist ein anonymes Bekennerschreiben aufgetaucht.

Einsatzkräfte löschen an der Wankdorffeldstrasse brennende Autos.

Einsatzkräfte löschen an der Wankdorffeldstrasse brennende Autos.

(Bild: zvg)

In der Nacht auf Mittwoch brannten auf dem Gelände der Berner Amag-Garage an der Wankdorffeldstrasse vier Autos. Der Alarm war kurz nach 2 Uhr eingegangen, wie die Feuerwehr am Mittwochmorgen mitteilt. Nach dem Eintreffen des Tanklöschfahrzeugs konnten die Einsatzkräfte den Brand mittels zwei Leitungen rasch löschen.

Insgesamt erlitten durch den Vorfall vier Fahrzeuge Totalschaden und zwei weitere wurden durch die Hitze beschädigt. Ein Übergreifen auf weitere Fahrzeuge konnte verhindert werden. Verletzt wurde niemand.

Anonymes Bekennerschreiben kritisiert VW

Martin Zuber, Geschäftsführer der Amag-Garage in Bern, bestätigt diese Angaben auf Anfrage. Auf welche Summe sich die entstandenen Schäden belaufen, sei noch immer nicht klar.

Am Mittwochnachmittag ist zum Vorfall auf der «Bund»-Redaktion ein anonymes Bekennerschreiben aufgetaucht. «Wir haben heute bei der Amag in Bern-Wankdorf Feuer gelegt», schreiben die anonymen Absender. Im Schreiben kritisieren sie das Vorhaben des deutschen Autoherstellers VW, in der Türkei ein neues Werk zu eröffnen. Damit, so die Absender, werde die türkische Regierung unterstützt. Als VW-Importeurin sei auch die Amag Teil davon - «darum haben wir sie angegriffen».

Was genau es mit dem Schreiben auf sich hat, konnte bisher nicht geklärt werden. Nach wie vor ist nicht bekannt, wer dahinter steckt. Zuber hatte zum Zeitpunkt der «Bund»-Anfrage keine Kenntnis vom Schreiben. Er könne anhand dessen, was vorgefallen war, auch nicht einschätzen, ob Brandstiftung eine plausible Ursache sei. «Für uns ist wichtig, dass die noch offene Frage nach der Brandursache schnell geklärt wird», sagt er lediglich.Der Amag-Konzern liess eine diesbezügliche Nachfrage unbeantwortet.

Die Kantonspolizei Bern äusserte sich nicht zum Schreiben. Corinne Müller, Mediensprecherin der Kantonspolizei, wollte dessen Existenz weder bestätigen noch dementieren. «Die Ermittlungen zum Brandfall und zu dessen Ursachen sind im Gang», so Müller. Derzeit würde aber in alle Richtungen ermittelt.

nfe/db

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