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«Fahrende pochen heute mehr auf ihr Recht»

Der jenische Historiker Venanz Nobel über Vorurteile, Freiheit und Digitalisierung.

Venanz Nobel ist Autor und Geschäftsführer des jenischen Vereins Schäft Qwant.

Venanz Nobel ist Autor und Geschäftsführer des jenischen Vereins Schäft Qwant.

(Bild: Adrian Moser)

Martin Erdmann@M_Erdmann

Herr Nobel, Sie waren 25 Jahre unterwegs. Ende der 90er-Jahre wurden Sie sesshaft. Warum?
Der Kampf um Land war nicht mehr auszuhalten. Er hat mich zu viel Energie gekostet. Das war nicht immer so. Als in den 70er-Jahren aufgedeckt wurde, welches Unrecht Pro Juventute den Fahrenden angetan hat, war der Goodwill in Gesellschaft und Politik gegenüber unserer Lebensweise viel grösser. Ab Mitte der 80er-Jahre wurde die Gesetzgebung strenger. Traditionelle Halteplätze, mit deren Besitzern man sich ganz informell per Handschlag geeinigt hatte, verschwanden immer mehr. Es gab fast nur noch offizielle Plätze.

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