Busse und Autos müssen ausweichen

Ab dem 23. Juli ist die Berner Kirchenfeldbrücke zwecks Sanierung für vier Monate gesperrt.

Warum die Kirchenfeldbrücke gesperrt wird.
Video: Carlo Senn

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Für die Stadt Bern mit Zentrum in der Aareschlaufe sind Hochbrücken Schlüsselverbindungen. Das Kirchenfeldquartier ist überhaupt erst mit der gleichnamigen Brücke entstanden. Der Bau der Kirchenfeldbrücke von 1881 bis 1883 durch die Berne-Land-Company war eine der Bedingungen dafür, dass die Investoren das Land für den Bau des noblen neuen Quartiers erhielten. «Spätestens jetzt, wenn wir die Brücke sperren müssen, werden wir merken, welch grosse Bedeutung sie für uns tagtäglich hat», sagte gestern Baudirektorin Ursula Wyss (SP) an der Medienorientierung zur Sanierung der Kirchenfeldbrücke.

In der Tat ist in der Intensivbauphase vom 23. Juli bis voraussichtlich zum 9. November die Brücke für den rollenden Verkehr gesperrt – was für ÖV und Autos aus dem Osten Berns weiträumige Umfahrungen bedeutet. Einzig Fussgänger und Velos dürfen in dieser Zeit die Brücke passieren. Velos aber nur, wenn sie geschoben werden.

Für den ÖV gelten folgende Routen:

Ostäste der Tramlinien 7 (Ostring) und 8 (Saali) Statt der Trams verkehren Busse. Ab Helvetiaplatz fahren sie via Monbijoubrücke, Sulgenau und Monbijoustrasse an den Hauptbahnhof.

Ostast der Buslinie 19 (Elfenau) Die Busse fahren ebenfalls über Monbijoubrücke und Sulgenau an den Hauptbahnhof.

Ostast der Tramlinie 6 (Worb) Ab Worb fährt das Tram weiterhin – aber nur bis zur Haltestelle Egghölzli. Dies ist möglich, weil die umgebauten früheren Worb-Bähnli in beide Richtungen fahren können, also keine Tramwendeschlaufe brauchen. Sie brauchen nur eine Weiche, um für die Rückfahrt auf das andere Gleis zu gelangen. Eine solche ist im Egghölzli vorhanden. Ab Egghölzli verkehren Ersatzbusse. Diese fahren via Muristalden über die Nydeggbrücke und dann durch die Altstadt an den Hauptbahnhof. Im Detail: via Bärenpark, Postgass- und Brunngasshalde, Zytglogge.

Buslinie 10 (Köniz–Ostermundigen) Nur am Rande betroffen. Richtung Ostermundigen hält der Bus am Bärenplatz. Zeitweise verkehrt er in beiden Richtungen durch die Marktgasse.

Die Westäste der Tramlinien 6, 7 und 8 (und der Buslinie 19) verkehren normal, wenn auch jeweils nur bis zum Hauptbahnhof. Bernmobil-Direktor René Schmied wies darauf hin, dass die Umleitungen des ÖV so terminiert sind, dass sie zu einem wesentlichen Teil in die Sommer- und Herbstferien fallen.

Auch für Autos ist die Kirchenfeldbrücke vom 23. Juli bis 9. November gesperrt. Wie der ÖV wird auch der Autoverkehr weiträumig via Monbijou- beziehungsweise Nydeggbrücke umgeleitet. Die Zufahrt zum Helvetiaplatz via Marien- und Aegertenstrasse bleibt möglich. Damit die Museen und insbesondere die Kunsthalle, die ihr 100-Jahr-Jubiläum feiert, nicht abgeschnitten sind, wird der Fussweg vom Bahnhof her speziell markiert. Für Baustelleninteressierte wurde ein Aussichtsturm auf dem Casinoplatz installiert.

Die Arbeiten kosten insgesamt 17,6 Millionen Franken. Sie werden grösstenteils von Bernmobil (10,6 Millionen Franken) und der Stadt (6,8 Millionen Franken) finanziert. Die Brücke wird repariert und verstärkt, sodass sie auch erdbebenfest wird. Die Gleise werden komplett ersetzt. (Der Bund)

Erstellt: 03.07.2018, 15:30 Uhr

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