Hügli verlässt die FDP unter Protest

FDP-Parteipräsident Thomas Balmer verbreite eine «Falschaussage» und versuche damit, seine unabhängige Kandidatur zu verbauen, sagt Gemeinderat Stephan Hügli.

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Die FDP ist nurmehr mit einem Sitz im Berner Gemeinderat vertreten: Sicherheitsdirektor Stephan Hügli hat am Wochenende den sofortigen Parteiaustritt verkündet und zieht so die Konsequenzen aus der Nicht-Nomination durch seine Partei. Die Parteibasis hatte letzte Woche beschlossen, lediglich mit Barbara Hayoz auf einer bürgerlichen Dreierliste mit je einer Kandidatur von FDP, SVP und CVP in die Gemeinderatswahlen zu steigen.

In einer Medienmitteilung wirft Hügli FDP-Parteipräsident Thomas Balmer vor, ihm mit einer «politisch motivierten Falschaussage» Wortbruch zu unterstellen und «eine unabhängige Kandidatur zu verbauen». Balmer behaupte, «ich hätte ihm zugesagt, jeden Parteientscheid zur Nominierung widerspruchslos hinzunehmen.» Dies sei jedoch unwahr, und Balmer behaupte dies «entgegen besserem Wissen». Er habe lediglich zugesagt, in Fall einer Einer-Nomination nicht an der Parteiversammlung gegen Hayoz anzutreten.

Der Polizeidirektor attackiert zudem die von der FDP mitlancierte Initiative zur Erhöhung der Polizeipräsenz als «populistisch», «sachlich widersinnig» und «ignorant». Die Initiative sei lediglich gegen die Politik «seiner» Sicherheitsdirektion gerichtet, hält Hügli fest.

FDP-Präsident Balmer bedauert Hüglis Parteiaustritt. Er hält aber an seiner Aussage fest, wonach Hügli ihm versichert habe, den Entscheid der Nominationsversammlung zu akzeptieren. Balmer geht nach wie vor nicht von einer wilden Kandidatur Hüglis aus. Dieser hat gestern jedoch nochmals bekräftigt, sich «alle Optionen offenzuhalten». Die FDP Kanton Bern hat der Stadtpartei ihre Vermittlerdienste angeboten. Er werde das Gespräch mit den Exponenten der FDP Stadt Bern suchen, sagt Kantonalpräsident Johannes Matyassy. (Der Bund)

Erstellt: 06.11.2008, 16:26 Uhr

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