Zum Hauptinhalt springen

Lausanne-Fans rufen zum Boykott auf

Der Entscheid von Lausanne, das Cup-Heimrecht an YB zu verkaufen, sorgt im Umfeld des Challenge-League-Klubs für Unmut.

YB darf beim Cup-Viertelfinal am nächsten Sonntag (15.30 Uhr) im Stade de Suisse kaum mit einer Zuschauerinvasion aus dem Waadtland rechnen. Den Entscheid von Lausanne Sport, auf das Heimrecht gegen die Young Boys zu verzichten und das Spiel nach Bern ins Stade de Suisse zu verkaufen, sorgt innerhalb des Vereins und beim «harten Kern» der Fans zu viel Ärger, Polemik und harschen Reaktionen.

Die Fans des «Blue-White Fanatic Kop» verteilten am Samstag beim Meisterschaftsspiel gegen Wil (2:1), zu dem 900 Zuschauer gekommen waren, Flugblätter mit dem Aufruf, das Spiel in Bern zu boykottieren. Und Christian Michoud, Präsident der Gönnerorganisation «Onze d’Or», der aus rund 100 Mitgliedern besteht, die jährlich mit je 4500 Franken den Klub unterstützen, hat seine Demission eingereicht.

200 000 Franken als Fixum?

Rund 200 000 Franken soll YB laut dem Flugblatt für den Platzabtausch bezahlen. Lausanne-Sport bietet seinen Fans gratis die Reise nach Bern und zurück mit dem Bus an. Doch die Fans toben: Für dieses Geld würden Lausanne-Sport und sie als Fans betrogen. Man verkaufe das Cupspiel und die Chance, einen Exploit zu schaffen. Sie machen Lausanne-Präsident Jean-François Collet auf dem Flyer Vorschläge, wie er noch mehr Geld bei den Young Boys «herausholen» könne.

• Man soll den Bernern vorschlagen, Lausanne-Goalie Anthony Favre werde beim Cupspiel eine Hand auf den Rücken gebunden; dafür soll man nochmals 10'000 Franken verlangen.

• Lausanne spiele mit dem U-18-Team; dafür müsste YB zusätzlich 30'000 Franken hinblättern.

Lausannes Präsident Collet verteidigt den Entscheid. «Wir erhalten für den Platzabtausch von YB nicht ganz 200 000 Franken, wie kolportiert wird, aber es ist ein guter Betrag.» In Lausanne in der veralteten Pontaise würden kaum 5000 Zuschauer kommen, argumentiert Collet. Beim Achtelfinal vergangene Saison gegen Xamax habe man vor 3800 Zuschauern gespielt. Collet: «Yverdon hat im Achtelfinal gegen YB im Oktober Verlust gemacht.» Er könne den Ärger der Fans zum Teil verstehen. Aber die Mannschaft freue sich auf das Stade de Suisse und auf die erwarteten rund 10 000 Zuschauer. Lausanne-Trainer John Dragani indes sagte dazu nur zwei Worte: «Kein Kommentar.» (zog)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch