Mundart: Was chunnt nachem häppi end?

Es isch eigentlech es urbärnisches gfüeu, zwöitte zsii u vomenen «irgendeinisch» ztroume: «irgend einisch fingt ds glück eim», wie Züriwescht, oder «irgend einisch ga-n-i oo», wie Patäntochsner singe

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Olweis luck onse bräizäid of läif, singe Pmontipäitens i ihrem fium «Das Leben des Brian», u auso destwäge weimer unserer heutigen freitäglichen Betrachtung den Traum voranstellen, die Young Boys hätten vergangenen sunntig dä mätsch gäge Pasler gwunne, wüu: jä u nächhäär?

Ei einzegi dekadänti suuffetten u grölerei ufem bundesplatz! bis witt i männtig ine, e völlig enthemmte u oberpiinleche schtapi, wo du wuchelang dr renner uf Yuutuub wird, bis niene!, niene! meh uf der ganze wäutt härechasch u säge sigisch bärner, u geschter oder hütt, wemer äntlech o der ganz kaater hätten überschtange ghaa, chiem no der Polo mittere hümne «Iiibee, Iiibee, u mir alli sy derby, he!» oder öppis tüppähnlechs. Hangufzhärz: hätte mir das würklech wöue? Äbe. – Bat nau for sommsing kompliitli diffrent. Aubeneinisch wemer der taag zläng isch probieri tlääri uffzfüuwe mit drüüziler. I sägen itz äxtra nid «haiku», wüu chuum seitt einen är schribi haiku chunnt en angere (oder no schlimmer en angeri) u rüeft chabis!, wüu haiku gienge de imfau soousoo u nit disewääg oder angersch, sisch miseeu fasch no eerger weder wenn zwee (je) bärntütsch schribe.

die schribt jedi chueh
rächter aus jeden esu
haiku si heiku

Das wär itz di unjapaneschi siubezellig xii. Ächti (global formuliert) haiku-affissionados zeuwe nämlech nid üsi (bärn)tütsche siube, nei, si zeuwe die japanische «moren». Das isch genauso kompliziert wie der name scho seitt, aber nach mine berächnige wär de öppe daas da sinngemäss e japanisch aaghuuchte bärntütsch-drüüziler:

heiku si
di haikugäggeli
gopf

Itz hani ono hunzkumuuni drüüziler zu mim lieblingsthema schtrasseverchehr, u dadermit chumeni dene haiku-fäns enggäge wo bhoupten es rächz haiku mües o no öppis mit natur ztüe haa – wüu was isch bi üs zbionatürlechschte wennit zouttofahre? Äbe:

hane töiffergleitt
monn je überholeni
deschto schterönli

Ude frz gliichschtelixbüro none drüüziler mittere frou am schtüür vomne frouenoffrouder (oder am liebschte vo däm bullige schewrolee mit fäischter wie schiessscharte, es mangleti ume no nes dräibars kanonerohr ufem dach):

ländrouwerruschtig
mikkonvertittin drinne
hoi vierradburka

Udadermitt zrugg zu de Yammbois. Es isch eigentlech es urbärnisches gfüeu, zwöitte zsii u vomenen «irgendeinisch» ztroume: «irgend einisch fingt ds glück eim», wie Züriwescht, oder «irgend einisch ga-n-i oo», wie Patäntochsner singe (guet, sgit none s «irgendeinisch» vo Plüsch, das isch aber ender öppis für Beezättläser), u zumbischpiu bi de Tschäplin-fiume isch doch die ganzi sehnsucht ufenes «irgendeinisch» hunderpmau schöner weder derfüuig am schluss. Wüu was chunnt nachem häppi end? – «La mélancolie c’est le bonheur d’être triste.» (Victor Hugo) (Der Bund)

Erstellt: 21.05.2010, 16:41 Uhr

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