Stadt Bern

Die Uni und ihre Bauten

Die Uni prägt mit Gebäuden aus verschiedenen Epochen die städtebauliche Architektur der Länggasse. Das Institut für Kunstgeschichte hat einen architekturgeschichtlichen Blick auf die Institution geworfen.

Die ehemalige Schokoladefabrik Tobler wird heute genutzt von der Universität Bern. (Franziska Scheidegger)

Die ehemalige Schokoladefabrik Tobler wird heute genutzt von der Universität Bern. (Franziska Scheidegger)

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Die Universität Bern hat im Verlauf ihrer 175-jährigen Geschichte einige architektonische Leuchttürme im Länggassquartier platziert. Angefangen mit dem Hauptgebäude auf der Grossen Schanze, einem Zeitzeugen der Repräsentationsarchitektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Kaum minder markant sind die monumentalen Institutsneubauten aus den 1930er-Jahren, die die Architekten Otto Rudolf Salvisberg und Otto Brechbühl konzipiert haben. Wichtige Zeitzeugen sind weiter das Institut für Exakte Wissenschaften, das Tierspital und das Chemische Institut – allesamt in den 1950er- und 1960er-Jahren realisiert. In jüngerer Zeit prägen grosse Umbauten wie die Unitobler, die UniS (ehemaliges Frauenspital) und das Von-Roll-Areal (2007 bis 2013) das Bild des ehemaligen Arbeiterquartiers. In der Länggasse sei im Verlaufe der Zeit ein «Campus in der Stadt» entstanden; deshalb könne man mit Fug und Recht von der «Stadt Universität Bern» sprechen, schreibt Bernd Nicolai, Direktor der Abteilung Architekturgeschichte und Denkmalpflege des Instituts für Kunstgeschichte, im Vorwort zu «Stadt Universität Bern». Nicolai hat zusammen mit seinen Assistenten Markus Thome und Anna Minta den 264-seitigen Band herausgegeben, der ab heute in allen grösseren Buchhandlungen erhältlich ist.

Campus auf der grünen Wiese

Die drei sind gleichzeitig auch Autoren von Essays zu den wichtigsten Gebäudekomplexen. Aufschlussreich ist auch der Exkurs über die Diskussionen Stadt- versus Campusuniversität, welche in den 1960er-Jahren entbrannten. Angesichts der sprunghaft angewachsenen Zahl der Studierenden wurde ernsthaft über die Verlegung der Uni auf die grüne Wiese nachgedacht. Zur Debatte standen ein grosser Campus auf dem Viererfeld und ein noch grösserer in Bern West. Die Erdölkrise, die sichtbaren Folgen der Zersiedelung der Landschaft sowie finanzielle Engpässe besiegelten schliesslich das Schicksal der Campusuniversität.

Die Texte zum umfangreichen Katalog steuerten Studentinnen und Studenten der Kunstgeschichte bei. Im Rahmen eines zweisemestrigen Seminars befassten sie sich mit fast 30 Unigebäuden. Für die Studenten sei es ein «sehr spannendes Projekt» gewesen, sagt Bernd Nicolai. Gleichzeitig hätten sie es aber auch als «sehr hart und anstrengend» empfunden. «Sie mussten in die Archive hinuntersteigen und architektonisch-spezifische Dinge so darlegen, dass sie nicht nur für Fachleute verständlich sind.» Das ist den Lernenden im Allgemeinen ordentlich gelungen. Der Katalog bietet in geraffter Form Abhandlungen über alle grösseren Gebäude der Uni Bern. Nebst den eingangs genannten Bauten finden sich auch Beiträge über das Bettenhochhaus der Insel, die Universitätsklinik für Psychiatrie Waldau oder die Uni Engehalde (ehemaliges Tierspital). (Der Bund)

Erstellt: 27.03.2009, 08:44 Uhr

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