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Die Banknote zwei Stunden in den Ofen? Das ist «todsicher»

Töten UV-Strahlen Viren? Antworten auf Fragen, die Leser im «Stadtgespräch» gestellt haben.

Wie man Geld desinfiziert. Der Immunologe empfiehlt den Backofen.
Wie man Geld desinfiziert. Der Immunologe empfiehlt den Backofen.
Keystone

Das Coronavirus beschäftigt die Leserinnen und Leser des «Bund» in einem aussergewöhnlichen Mass – sie haben dazu im «Stadtgespräch», auf unserer Diskussionsplattform, viele Fragen gestellt. Wir haben einige davon Experten vorgelegt. Hier sind die Antworten.

Wie können sich die Postangestellten schützen, die Pakete in die Häuser liefern?

Immunologe Beda Stadler rät, dass die Postkuriere mit Erlaubnis selbst die Annahmegeräte unterschreiben. Falls sie die Pakete nur einscannen müssen, können sie klingeln und die Pakete am Eingang stehen lassen.

Gibt es eine Desinfektion durch Sonnen- und UV-Licht? Kann ich also die Handschuhe, die ich draussen trage, ans Sonnenlicht legen, damit sie virenfrei werden?

Die meisten Viren können sich nur schlecht vor UV-Licht schützen und sterben im Sonnenlicht ab. Wenn sie sich aber im Innern des Handschuhs befinden, also im Schatten, können die UV-Strahlen ihnen nichts anhaben. Zur Sicherheit empfiehlt Stadler deshalb, die Handschuhe auf 80 Grad Celsius zu erhitzen.

Banknoten im Ofen erhitzen, tötet das die Viren ab?

Wer Angst vor Viren auf Banknoten hat, kann diese durchaus während zweier Stunden im Ofen erhitzen – das sei «todsicher», sagt Stadler. Aber Achtung, man muss die richtige Hitze erwischen. Mit einer 1000er-Note würde es Stadler nicht versuchen.

Darf ein gesunder 71-Jähriger noch wandern gehen?

Ja, sagt der Immunologe. Frischluft sei gut für die Psyche. Allerdings schränkt er ein: «Ältere Wanderer müssen aber Abstand zu anderen Menschen halten und sollen den ÖV nicht nutzen.»

Was passiert mit jemandem, der die Infektion überstanden hat? Ist diese Person noch ansteckend, oder kann sie es wieder werden? Und ist die Person selber nur immun, solange das Virus nicht mutiert?

Das Virus kann laut Stadler zwei Wochen nach der Ansteckung auch mit sensiblen Tests kaum mehr nachgewiesen werden. Zu diesem Zeitpunkt sei man nicht mehr ansteckend und immun gegen das Virus, solange es nicht mutiert. Deshalb solle man sich dann sozial engagieren und anderen helfen. Mutationen des Virus seien möglich. Meistens würden Viren dann aber schwächer.

Was tun, wenn man zu Hause sitzt und den Koller kommt?

Hier ist die Psychologin gefragt, nicht der Immunologe. Damit es nicht erst zum Koller kommt, schlägt Pasqualina Perrig-Chiello vor, Dinge zu erledigen, die schon längst überfällig sind. Etwa aufräumen oder die Steuererklärung ausfüllen. Auch soziale Kontakte sollen per Telefon oder Skype aufrechterhalten werden.

Hier geht's zum Stadtgespräch.

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