Das Autobahnprojekt Westast wird definitiv ausgesetzt

Der Bund hat zugestimmt, beim Projekt Bieler Westast eine Pause einzulegen. Nun sollen in der Region Gespräche über den umstritttenen Autobahnabschnitt stattfinden.

Eine Visualisierung des umstrittenen Bieler Westast.

Eine Visualisierung des umstrittenen Bieler Westast.

(Bild: PD)

Der Bund hat dem Gesuch des Kantons Bern zugestimmt, das Ausführungsprojekt zum Bieler A5-Westast zu sistieren. Auf diese Weise kann in der Region ein Dialog stattfinden, ohne dass am Strassenbauprojekt weitergearbeitet wird.

Uvek-Informationschef Dominique Bugnon bestätigte am Donnerstag auf Anfrage eine entsprechende Meldung des «Bieler Tagblatts» vom gleichen Tag. Auf die Frage, ob die Sistierung zeitlich begrenzt sei, sagte er, sie gelte bis Juni 2020. Ende Februar war bekannt geworden, dass der Kanton Bern die Sistierung beantragten würde. Der Westast ist in Biel und Region stark umstritten. Das 2,2 Milliarden Franken teure Projekt sieht vor, dass die A5 an zwei Stellen als offene Autobahn durch die Stadt geführt werden soll.

Die Befürworter halten dies für die einzig realistische Lösung zur Bewältigung des Verkehrsaufkommens. Die Gegner befürchten eine Verschandelung des Stadtbilds. Darüber hinaus werde nicht weniger, sondern noch mehr Verkehr in die Stadt gepumpt. Kern des Dialogs ist eine Gruppe mit je vier Befürwortern und Gegnern sowie Vertretern der Gemeinden Biel und Nidau und einem Verkehrsexperten. Als übergeordnetes Gremium agiert der bereits bestehende runde Tisch, der neu Dialoggruppe heisst.

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