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Besetzer der Grossen Halle ziehen sich endgültig zurück

Ein Kollektiv hatte die Halle im März in Beschlag genommen – nun geben sie ihr Engagement endgültig auf.

Die «Wohlstandsverwahrlosten» wollen nach diesem Wochenende endgültig ausziehen.
Die «Wohlstandsverwahrlosten» wollen nach diesem Wochenende endgültig ausziehen.
Adrian Moser

Sie kämpften gegen Lohnarbeit und Eintrittspreise bei Kulturveranstaltungen und besetzten als Kollektiv unter dem Namen die «Wohlstandsverwahrlosten» Ende März die Grosse Halle der Reitschule. Im April dann einigten sich die Besetzer mit den Betreibern der Halle – verlangten aber das Zugeständnis, die Halle dann nutzen zu dürfen, wenn nichts darin geplant war. Jetzt ziehen sie aber endgültig ab. Auf einem Flyer schreiben die einstigen Besetzer: «Wir haben beschlossen zu gehen.»

Da der Raum jetzt auch dank neuer Leitung nicht mehr «einschlafen wird» und der Freiraum als solcher genutzt werde, könne man jetzt gehen, heisst es auf dem Flugblatt weiter. Doch bevor die «Wohlstandsverwahrlosten» sich endgültig verabschieden, werden heute Donnerstag bis am Sonntag nochmals verschiedene Veranstaltungen organisiert, etwa Konzerte am Freitag oder eine Party am Samstag.

Techno ist nicht mehr erwünscht

Die neue Leitung übernahm schon Ende Mai die Organisation der Grossen Halle. Mit Nina Engel und Luzius Engel wurden erfahrene Produzenten von Theater- und Kulturanlässen als neues Leitungsteam erkoren. Sie lösten Giorgio Andreoli ab, welcher während 18 Jahren für das Programm der Grossen Halle verantwortlich war. Engels entschied kurz nach ihrem Stellenantritt, dass die Technoparty «We love Techno» nicht mehr stattfinden könne. «Wir sind aber nach den vergangenen Ereignissen und vielen Gesprächen zum Schluss gekommen, dass solche Technopartys sich nicht mit dem Umfeld vereinen lassen», sagte Nina Engel im April zum «Bund». Der Entscheid sei aber nicht auf Druck der Besetzer gefällt worden.

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