Zum Hauptinhalt springen

Berner Schüler laufen mehrheitlich zur Schule

Wie eine Umfrage ergeben hat, gibt es in Bern kaum Eltern, die ihren Nachwuchs mit dem Auto zur Schule fahren.

Sie gehört zur Mehrheit: Ein Mädchen läuft zu Fuss zur Schule.
Sie gehört zur Mehrheit: Ein Mädchen läuft zu Fuss zur Schule.
Stefan Anderegg

In der Stadt Bern gibt es kaum Eltern, welche ihre Söhne oder Töchter per Auto zur Schule bringen. Jedenfalls hat eine Umfrage der Stadt Bern zur Velonutzung von Schülern ergeben, dass solche «Eltern-Taxis» kein Problem darstellen.

Die Umfrage bei rund 870 Kindern und Jugendlichen der 4. bis 9. Klassen ergab weiter, dass rund zehn Prozent der Kinder zwischen 4. und 6. Klasse ihren Schulweg regelmässig mit dem Velo zurücklegen. Bei den 7.- bis 9.-Klässlern sind es 30 Prozent, wie Berns Direktion für Bildung, Soziales und Sport (BSS) am Donnerstag mitteilte. Damit liegt die Velonutzung bei den 4.- bis 6.-Klässlern im Durchschnitt der Deutschschweizer Städte und bei den älteren Schülern deutlich darüber. Der überwiegende Teil der Schüler geht zu Fuss zur Schule. Die Umfrage steht im Zusammenhang mit der sogenannten Velo-Offensive der Stadt Bern und wurde nach den Herbstferien 2018 durchgeführt.

Verhaltensänderungen bei Übertritt

Ein weiteres Resultat der Umfrage ist, dass beim Übertritt der Primarschüler in die Oberstufe eine sprunghafte Zunahme der Velonutzung von 12 auf 35 Prozent erfolgt. Denn dieser Übertritt von der 6. in die 7. Klasse geht oft mit längeren Schulwegen einher. Ebenfalls festgestellt haben die Befrager, dass sich die Nutzung des öffentlichen Verkehrs innerhalb von drei Schuljahren von acht Prozent in der 6. Klasse auf 25 Prozent in der 9. Klasse verdreifacht. Dieser Zuwachs findet auf Kosten des Velos statt.

Die BSS will nun Massnahmen prüfen, um den Wechsel der Kinder weg vom Fahrrad hin zum öffentlichen Verkehr beim Übertritt in die Oberstufe zu bremsen. Die BSS denkt etwa an Massnahmen für mehr Sicherheit auf den Veloschulwegen.

Im Freizeitbereich sieht sie aber gemäss den noch nicht abgeschlossenen Auswertungen der Umfrage am meisten Potenzial in der Veloförderung. Denn in der Freizeit ist die Veloabstinenz von Kindern und Jugendlichen relativ hoch. 45 Prozent der 7.- bis 9. Klässler sind in der Freizeit nie oder selten mit dem Velo unterwegs.

SDA/cse

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch