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Berner Regierung will kein Rauchmelder-Obligatorium

Der Berner Regierungsrat will keine Installationspflicht für Rauchmelder in Wohnungen und Einfamilienhäusern einführen.

Der Regierungsrat argumentiert, dass in deutschen Bundesländern, in denen ein Obligatorium eingeführt wurde, die Anzahl Brandtoter kaum markant zurückgegangen sei.
Der Regierungsrat argumentiert, dass in deutschen Bundesländern, in denen ein Obligatorium eingeführt wurde, die Anzahl Brandtoter kaum markant zurückgegangen sei.
Manu Friederich

Martin Aeschlimann (EVP/Burgdorf) und Sarah Gabi Schönenberger (SP/Schwarzenburg) halten Rauchwarnmelder für günstige und zweckdienliche Mittel. Das akustische Signal könne Leben retten; ein Obligatorium würde die Zahl der Todesfälle «massiv verringern». Anders sieht es die Regierung, wie aus den am Montag veröffentlichten Antworten hervorgeht. Erstens seien Obligatorien nur wirksam, wenn sie überprüft würden. Das aber wäre mit erheblichem personellen und finanziellen Aufwand verbunden.

Zweitens sei die Zahl der Brandtoten in mehreren deutschen Bundesländern auch nach Einführung entsprechender Obligatorien kaum markant zurückgegangen. Und drittens sei 2015 die Installationspflicht bei der letzten nationalen Revision der Brandschutzvorschriften verworfen worden. Der Regierungsrat verweist auf die Eigenverantwortung der Gebäudeeigentümer. Und er ruft in Erinnerung, dass die durchschnittliche Anzahl Brandtoter in der Schweiz im Vergleich zu den Nachbarländern und auch weltweit sehr tief liege. Das bestätige das hohe Schutzniveau der Schweiz.

(SDA)

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