Berner Pensionskasse finanziert keine Streubomben mehr

Die Stadterner Personalvorsorgekasse PVK hat ihre Beteiligungen an Unternehmen, die geächtete Waffen herstellen, abgestossen.

Seit 2010 ist Streumunition international geächtet.<p class='credit'>(Bild: AP Photo)</p>

Seit 2010 ist Streumunition international geächtet.

(Bild: AP Photo)

Die Personalvorsorgekasse der Stadt Bern (PVK) hat ihre Beteiligungen an Unternehmen, die geächtete Waffen herstellen - also Atomwaffen, Streumunition und Antipersonenminen vollständig abgestossen.

Die letzten indirekten Beteiligungen an vier solchen Unternehmen seien mit einer Umschichtung des Auslandaktien-Portfolios abgestossen worden, schreibt die PVK. Dabei ging es um einen Gesamtwert von 1,5 Millionen Franken. Das entspricht 0,06 Prozent des PVK-Gesamtvermögens.

Die Stadtberner Grünen, Juso und die Mitteparteien forderten ein Verbot für die PVK Firmen zu finanzieren, die mehr als fünf Prozent ihres Umsatzes mit Rüstungsgütern erwirtschaften.

Negatives Anlageergebnis

Die PVK hat im vergangenen Jahr ein negatives Anlageergebnis erzielt. Mit minus 1,39 Prozent liegt sie immerhin noch deutlich über den Abschlüssen, welche die schweizerischen Pensionskassen im Durchschnitt erzielten.

Die Rendite sei insbesondere durch die Aktienmärkte gedrückt worden, teilte die PVK am Montag mit. Die besten Anlageerfolge generierten die Immobilien Schweiz und die Hypotheken.

Die Verpflichtungen gegenüber den Versicherten stiegen letztes Jahr um 184,6 Millionen auf 2,49 Milliarden Franken an. Dabei bildete die PVK Rückstellungen für eine Senkung des technischen Zinssatzes und Abfederungsmassnahmen für die damit verbundene Senkung des Umwandlungssatzes.

Der Deckungsgrad sank aufgrund des negativen Anlageergebnisses von 96,4 auf 90,95 Prozent. Die PVK verfügt aber noch über eine Reserve auf ihrem Weg zur Ausfinanzierung: Der Finanzierungspfad gab für Ende 2018 einen Deckungsgrad von 79,38 Prozent vor.

nj/sda

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