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Bern beim guten Paten in Palermo

Antipasti, Mafiosi und Opernbesuch: Der Berner Gemeinderat hat sich in den letzten Tagen in Palermo fortgebildet. Was haben die fünf auf dem Reisli wohl gelernt?

Der Gemeinderat beim Treffen im Büro von Palermos Stadtpräsident Leoluca Orlando.
Der Gemeinderat beim Treffen im Büro von Palermos Stadtpräsident Leoluca Orlando.
Leoluca Orlando/Twitter

Wenn in den letzten Tagen etwas Erschütterndes passiert wäre, die Stadt hätte ohne Polizeidirektor oder Sozialdirektorin auskommen müssen. Denn der Berner Gemeinderat weilte in corpore seit Mittwoch in Palermo, wo ihn seine Legislaturreise hinführte. Alle vier Jahre findet diese statt, in den letzten Jahren reiste der Gemeinderat schon nach Hamburg, Barcelona oder Amsterdam. Auf keinen Fall sollen solche Ausflüge nach vergnüglicher Klassenfahrt aussehen. Vielleicht deshalb – und nicht nur aus ökologischem Pflichtgefühl – hat das rot-grün beherrschte Gremium die beschwerliche Reisevariante gewählt. Die Hinreise wurde auf der Fähre von Genua aus angetreten, die Überfahrt dauerte rund 19 Stunden. Als ob das nicht genug der Strapazen wäre, wurde an Bord auch noch eine Sitzung einberufen; den Arbeitswillen dokumentiert die Stadt Bern eigens mit einem auf Twitter veröffentlichten Video. Der Stadtschreiber war mit dabei und hat protokolliert. Ob die Wogen hochgingen, ist unbekannt, weil über die Sitzungen des Gemeinderats stets Stillschweigen vereinbart wird.

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