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Tram nach Kleinwabern: Behörden halten am Fahrplan fest

Kritiker und Verantwortliche für die Tramverlängerung nach Kleinwabern haben sich am Freitagmorgen zur Aussprache getroffen.

Auf der Balsigermatte hinter dem Bauernhof soll ein neuer Verkehrsknotenpunkt mit S-Bahnhof und Tramwendeschlaufe entstehen. Das Projekt ist umstritten.
Auf der Balsigermatte hinter dem Bauernhof soll ein neuer Verkehrsknotenpunkt mit S-Bahnhof und Tramwendeschlaufe entstehen. Das Projekt ist umstritten.
Franziska Rothenbuehler

Die Verantwortlichen halten am Fahrplan für die Tramverlängerung nach Kleinwabern fest. Am frühen Freitagmorgen haben sich Vertreter der Gemeinde Köniz, von Bund, Kanton und vom Könizer Parlament zum runden Tisch getroffen. Die Teilnehmenden hätten das gemeinsame Ziel bekräftigt, die Tramlinie nach Kleinwabern termingerecht zu verlängern, schreibt der zuständige Könizer Gemeinderat Christian Burren (SVP) in einer Medienmitteilung. Denn niemand wolle das Projekt grundsätzlich gefährden.

Den runden Tisch hatte der Mitte-Fraktions-Präsident Casimir von Arx (GLP) im Februar angeregt. Das Parlament hätte damals darüber diskutieren sollen, ob die Tramstrecke nach Kleinwabern besser in Etappen gebaut werden solle. Denn die geplante Tramwendeschlaufe und ein S-Bahnhof auf der Balsigermatte sorgen für Kritik. Zudem ist die Grundeigentümerin, die Balsigergutstiftung, nicht bereit, ihr Land für das Projekt herzugeben. Denn obwohl es ein kantonaler Entwicklungsschwerpunkt ist, ist offen, ob dort in nächster Zeit etwas entsteht. Der Bund will ein in Kleinwabern geplantes Verwaltungszentrum nun doch nicht bauen.

Grundeigentümerin nicht dabei

Von Arx ist mit dem Resultat des Gesprächs grundsätzlich zufrieden, auch wenn er die Risiken für das Projekt anders einschätzt als die Vertreter von Bund und Kanton. «Wir haben den Gemeinderat darauf hingewiesen», sagt er. Der Entscheid, weitere Varianten zu prüfen oder das Projekt wie vor längerer Zeit geplant umzusetzen, liege aber bei der Exekutive.

Nicht am runden Tisch teilgenommen habe die Grundeigentümerin, sagt von Arx. Das sei schade. «Denn es wäre hilfreich gewesen, zu hören, was diese sagt.» Die Grundeigentümerin kann gemäss Eisenbahngesetz zwar enteignet werden, doch kann sie diesen Entscheid bis vor Bundesgericht anfechten. Von Arx rechnet damit, dass sie sogar Chancen hätte, zu gewinnen. «Und das würde die Tramverlängerung zeitlich viel mehr verzögern, als wenn man jetzt weitere Variantenprüfen würde», sagt er.

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