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Anzeige gegen «Fabrikool»-Besetzer

Weil die Fabrikool-Besetzer nach gekündigtem Vertrag noch immer nicht ausgezogen sind, erstattet der Kanton nun Anzeige. Im Fall einer Räumung drohen die Besetzer mit Krawallen.

Die Lage auf dem Von-Roll-Areal spitzt sich zu. An der Fassade der alten Schreinerei drohen die Besetzer mit Krawallen im Fall einer Räumung.
Die Lage auf dem Von-Roll-Areal spitzt sich zu. An der Fassade der alten Schreinerei drohen die Besetzer mit Krawallen im Fall einer Räumung.
Raphael Moser

Seit Ende April müsste das Besetzerkollektiv «Fabrikool» die alte Schreinerei auf dem Von-Roll-Areal bereits verlassen haben: Nachdem der Kanton die Räumlichkeiten vergangenen September an die Architekten Hebeisen und Vatter im Baurecht verkauft hatte, kündigten die Besetzer Anfang April ihren Zwischennutzungsvertrag aus Protest fristlos. Der Kanton ordnete daraufhin auf den 30. April eine ordentliche Übergabe des Areals an die neuen Besitzer an.

Die Besetzer liessen diese Frist wie angekündigt verstreichen. Man wolle auch die nächsten 50 Jahre bleiben und sich gegen «die gewinnorientierte kapitalistische Logik» der neuen Besitzer wehren, wie das Fabrikool-Kollektiv Anfang April mitteilte.

Nach einer erneuten Nachfrist will der kantonale Baudirektor Christoph Neuhaus (SVP) nun offenbar Anzeige erstatten wegen Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung. Dies schreibt die «Berner Zeitung» (BZ). Demnach waren am Montag erneut Behördenvertreter des Kantons für eine geordnete Übergabe an die neuen Besitzer vor Ort. Doch auch dieses Mal machten die Fabrikool-Besetzer nicht mit. Nun bleibe leider nur noch der Rechtsweg, sagt Neuhaus in der BZ.

Nun droht die Räumung

Da nun Anzeige erstattet wurde, wird eine polizeiliche Räumung des Areals in den kommenden Tagen zum wahrscheinlichen Szenario. Das Besetzerkollektiv kündigt unter anderem auf Schildern an der Fassade der alten Schreinerei Krawalle an im Fall einer Räumung.

Offenbar sind auch die Architekten Hebeisen und Vatter, die das Grundstück im Baurecht erworben hatten, bereits bedroht worden. Neuhaus sagt ausserdem, das Büro des Architekten-Duos sei bereits mit Stinkbomben attackiert worden. «So etwas habe ich noch nie erlebt. Gewalt darf keine Lösung sein», sagt Neuhaus dazu.

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