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«Ächt radikale Gesinnung»

1819 eröffnete in Thun die erste eidgenössische Militärschule. Ein Absolvent sticht heraus: ein französischer Prinz und Berner Artilleriehauptmann mit Thurgauer Dialekt – der spätere Kaiser Napoleon III.

Der Prinz prescht auf dieser Lithografie von 1834 mit gezücktem Säbel über die Thuner Allmend, im Hintergrund eine Berner Kanone und das Zeltlager. Noch weiter hinten erheben sich fantasievoll gestaltete Berge.

Der Prinz prescht auf dieser Lithografie von 1834 mit gezücktem Säbel über die Thuner Allmend, im Hintergrund eine Berner Kanone und das Zeltlager. Noch weiter hinten erheben sich fantasievoll gestaltete Berge.

(Bild: Schweizerische Nationalbibliothek (Graphische Sammlung))

Simon Wälti

Am 18. Juni 1834 wurde in Tägerwilen im Thurgau ein Brief der Post übergeben, der sich an Monsieur de Tavel, «président du conseil militaire du canton de Berne», richtete. Der Schreiber wünschte, als Offizier an den im gleichen Jahr stattfindenden Kursen in Thun teilnehmen zu dürfen, und zwar bei der Artillerie. Da der Kanton Thurgau keine solche besitze, wende er sich an Bern. Bern sei ihm durch seine demokratischen Institutionen und seine grosszügige Haltung unter den Schweizer Provinzen am sympathischsten. Man solle seine Bitte als Beweis für seine Wertschätzung nehmen und als Zeichen seiner Verbundenheit mit der Schweiz und ihren Freiheiten.

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