Ab Montag soll Publibike wieder funktionieren

Die ersten Leihvelos von Publibike sollen ab Anfang nächster Woche wieder zur Verfügung stehen. Bis am Donnerstag ist die Flotte wieder komplett.

Die leeren Abstellplätze gehören ab nächster Woche der Vergangenheit an.

Die leeren Abstellplätze gehören ab nächster Woche der Vergangenheit an. Bild: Adrian Moser

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Die Publibike-Velos, die wegen defekter Schlösser aus dem Betrieb genommen werden mussten, sollen ab nächster Woche in Bern wieder zur Verfügung stehen. Wie Publibike am Freitag mitteilte, werden die ersten Velos am Montag schrittweise in Betrieb gesetzt. Bis am Donnerstag sollen dann sämtliche 700 Fahrzeuge wieder an den Stationen stehen.

In Zürich dauert es eine Woche länger, bis Publibike wieder funktioniert. In Freiburg werden die Fahrräder sogar erst Anfang Oktober wieder zur Verfügung stehen.

Publibike hatte die Fahrräder Mitte August eingesammelt. Mit einem einfachen Trick war es möglich, die Schlösser zu knacken. Die Flottengrösse verringerte sich deswegen dramatisch, so dass es keine andere Lösung mehr gab, als das System herunterzufahren..

Zunächst rechnete das Unternehmen, eine Tochter von Postauto, damit, das Problem innerhalb von zwei Wochen lösen zu können. Daraus wurde nichts. Der Neustart verzögerte sich.

Erleichterung und Entschädigung

«Wir sind froh, dass wir das Veloverleihnetz nächste Woche schrittweise wieder in Betrieb nehmen können», schreibt Publibike-Chef Bruno Rohner in der Mitteilung. Er danke den Kundinnen und Kunden für ihre Geduld. Alle Abonnenten erhielten als Entschädigung bis Ende Jahr eine Gutschrift von zwei Monaten auf ihrem jeweiligen Abonnementtyp.

Auch Kunden ohne Abo profitieren von der Panne. Sie erhalten eine Woche «FreeBike». Das bedeutet 30 Minuten kostenlose Fahrt mit Velo oder E-Bike pro Ausleihe.

Stadt rüstet auf

Trotz der Panne bei Publibike arbeitet die Stadt Bern daran, die Zahl der Ausleih-Standorte kontinuierlich zu erhöhen. Bis Ende September sollen über 30 neue Stationen dazukommen. Mitte Jahr, beim Start des Systems, waren es rund 70. In einer weiteren Bauetappe soll das Angebot bis im nächsten Frühling auf 160 Stationen ausgebaut werden. Das Ziel sind rund 200 Stationen. Bern verfügte dann über das grösste Veloverleihnetz der Schweiz.

Schlösser nun gesichert

Die leicht zu knackenden Schlösser seien zusammen mit dem Schlosshersteller inzwischen sicherheitstechnisch nachgerüstet worden, heisst es in der Mitteilung. Eingehende Tests durch ein spezialisiertes, externes Prüfinstitut hätten ergeben, dass die Schlösser nun den gebräuchlichen Anforderungen entsprächen. Es sollte nicht mehr möglich sein, sie unrechtmässig zu öffnen. Dies gelte «vorbehältlich grober Gewaltanwendung».

Nach dem Start von Publibike hatte sich gezeigt, dass es sich bei den Schlössern um Sesam-öffne-dich-Schlösser handelte. Es genügte, mit einem harten Gegenstand leicht dagegen zu schlagen, und sie sprangen auf. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.09.2018, 09:45 Uhr

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