YB-Präsident 1999

«Es war eine dramatische Zeit, als ich bei YB Präsident wurde. Gesucht habe ich dieses Amt nicht. Ich war vielmehr der Einzige des alten Vorstandes um Peter Siegerist, der dem kriselnden Verein die Treue hielt. Wie meine Vorgänger habe ich einige offene Rechnungen aus dem eigenen Sack bezahlt. Der Klub hat damals von der Hand in den Mund gelebt. An die Heimspiele habe ich jeweils 5000 Franken in kleineren Noten und Münzrollen mitgebracht, weil wir keine flüssigen Mittel mehr in der Kasse hatten. Ich habe einige unglaubliche Dinge erlebt an der Vereinsspitze - die Treffen mit mehreren dubiosen Geschäftsleuten beispielsweise, die bei YB als Investoren einsteigen wollten. Darunter hatte es solche, die einen Treuhänder mitschleppten und bei den ersten Kontakten einen recht seriösen Eindruck machten. Als es allerdings darum ging, Nägel mit Köpfen zu machen, waren sie jeweils so schnell wieder verschwunden wie sie aufgetaucht waren. Geld floss erst, als Walter Theiler und Albert Koller die Bühne betraten. Wir konnten die YB Betriebs AG gründen, die den Nachlass des überschuldeten Klubs durchführte. Und sportlich aufwärts ging es dann mit der Ankunft von Sportchef Fredy Bickel.»

Martin Maraggia

Der Bund

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