«Top of Europe» wird getoppt

Die Jungfraubahnen planen, eine Richtfunkstation der Swisscom auf einer Höhe von 3705 Metern für touristische Zwecke zu nutzen.

Der neue Aussichtspunkt würde nahezu einen Rundumblick erlauben. (zvg)

Der neue Aussichtspunkt würde nahezu einen Rundumblick erlauben. (zvg)

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Auf dem Ostgrat der Jungfrau könnte ein neuer Aussichtspunkt entstehen. Die Swisscom hat beschlossen, ihre dortige Richtfunkstation ab 2013 nicht weiter zu betreiben. Damit ergebe sich für die Jungfraubahnen «die einmalige Gelegenheit, eine touristische Attraktion zu prüfen», heisst es in einer Mitteilung. Die Anlage liegt auf dem Ostgrat zwischen dem Jungfraujoch und dem Gipfel der Jungfrau auf einer Höhe von 3705 Metern über Meer. Damit wird «Top of Europe» noch höher: Die Endstation der Bahn liegt auf 3454 Metern, die Aussichtsplattform auf der Sphinx weist eine Höhe von 3571 Metern über Meer auf.

«Näher an die Jungfrau»

«Es ist eine der letzten Chancen für eine neue Attraktion», sagt Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen. «Wir kommen noch ein bisschen näher an die Jungfrau heran.» Die Jungfrau ist mit einer Höhe von 4158 Metern der dritthöchste Berg in dieser Alpenregion – nach dem Finsteraarhorn und dem Aletschhorn. Durch eine neue Attraktion lassen sich die Touristinnen und Touristen, die bereits auf dem Jungfraujoch waren, eher noch einmal zu einem Besuch bewegen – so die Überlegung Kesslers.

Die Richtfunkstation ist vom Jungfraujoch aus durch einen unterirdischen Stollen, der teilweise durch den Gletscher führt, zugänglich. Die Länge des Stollens beträgt rund 600 Meter. Kessler schwärmt von einem «einmaligen Ausblick» mit einer Rundumsicht auf das Unesco-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch: «Es eröffnet sich eine ganz neue Perspektive auf den Aletschgletscher, das Jungfraujoch und die ganze Bergwelt.» Die Jungfraubahnen wollen das Gebäude erhalten und klären ab, wie es touristisch genutzt werden kann. Falls sich das Vorhaben konkretisieren lässt, wird ein detailliertes Projekt ausgearbeitet. Auch Besprechungen mit Umweltorganisationen sind geplant. Laut Kessler ist noch nicht klar, welche Kosten entstehen. Bauarbeiten auf dieser Höhe seien aber sicher viel teurer als im Tal.

Station hat ausgedient

Europas höchstgelegene Richtfunkstation wurde 1954 in Betrieb genommen und in den folgenden Jahrzehnten ausgebaut. Die Station war die erste in Europa, die Richtfunkverbindungen über die Alpen herstellte. Sie diente der Übertragung von Telefon- und Fernsehsignalen und verband im internationalen Richtfunknetz Deutschland mit Italien. Mit der Einführung von neuen Übertragungstechnologien wie Glasfaser nahm die Bedeutung der Anlage ab. (Der Bund)

Erstellt: 02.09.2010, 08:34 Uhr

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