So macht gar Kindern das Wandern Spass

Ein neues Wanderbuch soll den Kindern Lust aufs Wandern machen. In sieben Streifzügen werden die Nachwuchswanderer auf Abenteuerreise in der Region Bern geschickt.

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Wandern mit Kindern: Wie wit geits no? Wenn chöme mir a? I ma nüm. Viele Kinder stehen dem Wandern lustlos gegenüber und finden es mühsam oder langweilig. Wenn schon müsste irgendwo ein Schatz vergraben liegen oder Elfen müssten auf Teichen ihre Tänze vorführen. Das neu erschienene Wanderbuch «Kleine Abenteuer – sieben Streifzüge rund um Bern» nimmt diese Kinderträume ernst und entführt die Wandermuffel in die Wunderwelt des Wanderns. «Wir wollten ein Wanderbuch machen, das Kinder selber in die Hand nehmen können», sagt Maria Zimmermann, Co-Autorin. Denn auch Kinder wandern gerne. Allerdings müsse man ihre Bedürfnisse berücksichtigen, rät sie.

Ausgerüstet mit einer Schatzkarte, können sich die Kinder und ihre Begleiter auf die Suche nach verborgenen Geheimnissen, versteckten Welten und verschlungenen Pfaden machen. Da gibt es Steinelefanten, alte Eichen, wilde Bäche, tiefe Brunnen und stille Täler zu entdecken. Aus der Stube locken wolle man die Kinder, weg vom Computer in eine Welt der realen Erlebnisse, sagt Zimmermann.

Eine der sieben Routen führt zum Beispiel entlang des Gäbelbachs (siehe Karte). Ausgehend vom Westside zieht sich die Wanderung vorbei an einer Wasserrutschbahn, an Hochhäusern, am Tiergarten, an einer Feuerstelle und einem Spielplatz. Auf den ersten Blick eher unspektakulär, doch die Schatzkarten und bunten Illustrationen verwandeln jeden Ort in etwas ganz Besonderes. Ebenso die Geschichten, die zu jedem der sieben Streifzüge im Buch erzählt werden. Die Texte sind kurz und kindergerecht geschrieben. «Wir wollen niemandem zum Lesen verknurren», sagt Zimmermann. Vielmehr sei das «Büchlein wie ein Reiseführer», den man beiziehen kann, wenn man will.

Einfaches Nachmittagsprogramm

Die Idee für das Buch kam den Verfassern Maria Zimmermann und Tom Begert – wie könnte es anders sein – beim Wandern. Beide haben beruflich mit Kindern gearbeitet und sind überzeugt, dass Wandern lehrreich und entwicklungsfördernd ist. «Und es braucht nicht mehr als einen Rucksack, ein Picknick und ein Ticket für den öffentlichen Verkehr», sagt Zimmermann. So könne man sich auch mal spontan auf einen der Abenteuerpfade begeben, und schon habe man ein erlebnisreiches Nachmittagsprogramm.

Die schönen Illustrationen hat Rahel Steiner geschaffen, und Andrej Marffy hat die grafische Gestaltung übernommen. Ein Büchlein zum Suchen und Finden, Entdecken und Erfahren, Zuhören und Fantasieren, für Kinder und das Kind im Menschen. Wandern? Ja, chum mir gö no dä anger Wäg ga usprobiere.

Kleine Abenteuer – sieben Streifzüge rund um Bern, Zytglogge-Verlag, 34 Franken.

Der Bund

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