Schluchtweg zugeschüttet

Nach den starken Regenfällen von der Nacht auf gestern musste die Taubenlochschlucht bei Biel vorübergehend geschlossen werden, teilte die Stadt Biel mit.

Ein Steinschlag hatte den Wanderweg durch die Schlucht von Biel nach Frinvillier zugeschüttet. Nachdem ein Geologe die Schlucht besichtigt hatte, war denn auch die Ursache für den Steinschlag bekannt, wie Urs Wassmer von der Abteilung Tiefbau der Stadt Biel sagte. «Die Entwässerung der Autobahn hat nicht mehr funktioniert, deshalb kam sehr viel Wasser.» Etwa zwei bis drei Kubikmeter Gesteinsmaterial habe den Weg komplett zugeschüttet. Bereits heute soll die Reparatur der defekten Autobahnentwässerung in Angriff genommen werden.

Auch die Taubenlochschlucht soll bereits heute für die jeweils im Sommer zahlreichen Wanderer wieder geöffnet werden. Am Abend werde die Schlucht aber wegen angekündigter Gewitter wieder geschlossen. «Wir können nichts mehr riskieren», sagte Wassmer. Vor knapp elf Jahren wurde ein Knabe durch einen Steinschlag getötet. Drei weitere Kinder einer deutschen Wandergruppe wurden damals verletzt. Der Präsident der Taubenlochgesellschaft musste sich darauf wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten, und die Gesellschaft übertrug die Verantwortung für den Unterhalt der Schlucht an die Stadt Biel. «Die Leute, die die Schlucht durchwandern, müssen auch ein bisschen aufpassen», sagt Wassmer. Trotz umfangreichen Sicherungsmassnahmen wie Fangnetzen und Verbauungen bleibt ein Restrisiko. Erst Anfang 2007 löste sich ein 500 Kilogramm schwerer Brocken aus dem Felsen und fiel auf den Wanderweg. (ba)

Der Bund

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