Roland Jakob will nun doch nicht in den Berner Stadtrat

Der bei der SVP umstrittene Kandidat hat das Amt als Stadtrat nicht angenommen. Nun rutscht ein anderer nach.

Roland Jakobs erneute politische Ambitionen sorgen bei seinen SVP-Parteikollegen für Unruhe. (Archivbild)

Roland Jakobs erneute politische Ambitionen sorgen bei seinen SVP-Parteikollegen für Unruhe. (Archivbild)

(Bild: Adrian Moser)

Sophie Reinhardt@sophiereinhardt

Nun tritt er also doch nicht an. Roland Jakob, Mitglied der bernischen SVP, nimmt das Amt als Berner Stadtrat nicht an. Das bestätigte Thomas Fuchs, Präsident der Stadtberner SVP. «Er hat das Amt aus geschäftlichen Gründen am Montag kurzfristig abgelehnt», sagte Fuchs zum «Bund».

Jakob wäre für Stadtrat Roland Iseli ins Stadtparlament nachgerutscht, weil Iseli aus der Stadt Bern wegzieht. Doch das sorgte für schlechte Stimmung in der SVP. «Für die SVP ist es nicht gut, wenn Jakob das Amt annimmt», sagte Henri-Charles Beuchat vor einigen Wochen im «Bund». Der Malermeister Jakob geriet mehrmals in die Schlagzeilen, etwa vor sieben Jahren, als die Gewerkschaft Unia ihm vorwarf, AHV-, Suva- und Pensionskassengelder zu unterschlagen und einem Angestellten zu wenig Lohn ausbezahlt zu haben. Jakob stritt die Anschuldigungen weitgehend ab, gab aber Ausstände zu und beteuerte, diese begleichen zu wollen. 2016 machte die «Berner Zeitung» publik, dass Jakob einem Lehrling monatelang den Lohn vorenthalten habe. In den letzten Wahlen wurde Jakob aus dem Stadtrat abgewählt und landete auf dem zweiten Ersatzplatz.

Roger Mischler neu im Rat

Anfang Oktober sagte Fuchs noch, Jakob sei entschlossen, wieder im Stadtrat Einsitz zu nehmen. Wie kam es nun zum Meinungsumschwung? «Wir hatten keinen Streit», sagt Fuchs. Roland Jakob sei auch weiterhin Mitglied der SVP und für die Schulkommission zuständig. Jakob war für den «Bund» nicht erreichbar.

Nun rutscht Roger Mischler in den Stadtrat nach. Der Unternehmer sass schon in den Jahren 2015/2016 für die SVP im Stadtrat.

DerBund.ch/Newsnet

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