Peter Wasserfallen findet keinen Anschluss

Der Berner Stadtrat ist unter Protest aus der SVP ausgetreten. Die FDP will ihn nun nicht aufnehmen, und auch die BDP ist zurückhaltend.

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Nach weniger als zwei Jahren im Stadtrat hat Peter Wasserfallen schon genug von der Politik. 2012 werde er sicher nicht mehr zu den Wahlen antreten, sagt der Sohn des verstorbenen FDP-Gemeinderats Kurt Wasserfallen und Bruder von FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen. Ob er überhaupt noch bis dahin durchhalten wird, hängt davon ab, ob er eine neue politische Heimat findet.

Mitte September war Wasserfallen unter Protest aus der SVP ausgetreten. «Die SVP bietet in der Stadt Bern nur noch Obstruktions- und Showpolitik», sagte er damals dem «Bund». Die Suche nach einer neuen Fraktion gestaltet sich nun jedoch unerwartet schwierig. Nachdem FDP-Fraktionschef Bernhard Eicher im September noch Aufnahmebereitschaft signalisiert hatte, will die FDP nun nichts mehr von Wasserfallen wissen. Sondierungen unter den Fraktionsmitgliedern hätten grosse Zurückhaltung ergeben, sagt Eicher. Politisch liege Wasserfallen zwar durchaus auf der FDP-Linie. Das «laute Getöse», unter dem Wasserfallen die SVP verlassen habe, schrecke seine Fraktion jedoch ab.

Auch die BDP/CVP-Fraktion ist betont zurückhaltend. «Wir müssten uns das sehr gut überlegen und beispielsweise Wasserfallens Teamfähigkeit ausloten», sagt Co-Fraktionschef Kurt Hirsbrunner. Bisher habe er aber noch gar keine Anfrage erhalten. Peter Wasserfallen seinerseits wartet auf eine Anfrage der BDP: «Ich werde zwar mit dieser Fraktion nicht so warm, es wäre aber immer noch besser, als weiterhin parteilos zu politisieren.» (rw) (Der Bund)

Erstellt: 09.11.2010, 07:20 Uhr

Peter Wasserfallen sucht nach einer Fraktion. (zvg)

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