Mütterliches Monster: Bourgeois’ Spinne in Bern

Kunst

Die monumentale Skulptur «Maman» nimmt ab kommendem Montag den Bundesplatz in Besitz.

«Maman», 2005 im kanadischen Ottawa. (Keystone)

«Maman», 2005 im kanadischen Ottawa. (Keystone)

Es ist ein Besuch, der zum Stadtgespräch werden dürfte: Mit der Plastik «Maman» von Louise Bourgeois (1911–2010) kommt eines der populärsten Werke zeitgenössischer Kunst nach Bern. Die zehn Meter grosse Spinne – sie stammt aus einer Privatsammlung – wird am kommenden Montag Bein für Bein auf dem Bundesplatz aufgebaut. Bis am 7. Juni bleibt die Bronzeskulptur, die erstmals in der Schweiz zu sehen ist, in der Bundesstadt. Dann zieht sie weiter nach Zürich und Genf. Schliesslich wird sie in der Fondation Beyeler in Riehen als Teil der Louise-Bourgeois-Ausstellung zum 100. Geburtstag der Künstlerin ausgestellt (ab 3. September).

«Maman», 1999 geschaffen, ist ein Schlüsselwerk in Louise Bourgeois’ Œuvre. Die ebenso bedrohliche wie faszinierende, umschlingende und schützende Spinne versteht Bourgeois als liebevolle Hommage an ihre Mutter, die in Paris als Restauratorin von Tapisserien arbeitete und mit dieser «spinnenhaften» Arbeit ihre Familie ernährte.

«Maman», Bundesplatz Bern, 24. Mai bis 7. Juni.

Der Bund

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