Knatsch im Stadtrat wegen Reitschul-Entscheid

Der Zwist um die Reitschul-Subventionen sorgt für Spannungen im Stadtberner Rot-Grün-Mitte-Lager: Die drei Jungparteien Juso, JA und Junge Grüne ärgern sich über das Stimmverhalten der Grünen Freien Liste (GFL).

Die Abstimmung zur Reitschule sorgt für Zwist im Gemeinderat.

Die Abstimmung zur Reitschule sorgt für Zwist im Gemeinderat.

(Bild: Keystone)

Sie haben deshalb die Unterstützung für die Gemeinderatsliste der Rot-Grün-Mitte-Parteien sistiert, wie sie am Freitag mitteilten. Damit lassen sie einstweilen offen, ob sie RGM-Kandidaten unterstützen werden. Zudem verzichten sie auf eine «junge Kandidatur», solange die GFL Teil der Gemeinderatsliste ist.

Mit den Stimmen der Grünen Freien Liste hatte der Stadtrat am Donnerstag die Subventionen für die Reitschule auf ein Jahr begrenzt und damit sein Unbehagen über die Sicherheitslage rund ums Kulturzentrum signalisiert. Die linken Parteien wollten - wie die Stadtregierung - einen Vier-Jahres-Kredit freigeben.

Das Stimmverhalten der GFL führe dazu, dass die Reitschule nicht längerfristig planen könne, kritisieren die linken Jungparteien. Ausserdem werde den rechtsbürgerlichen Parteien wiederholt Gelegenheit gegeben, «ihre Polemik gegen das Kulturzentrum aufzufrischen».

Die Reitschul-Subventionen dürften nächsten Herbst wieder ins Stadtparlament kommen und könnten so zu einem wichtigen Wahlkampf- Thema werden. Die Stadtberner Wahlen finden am 25. November 2012 statt.

gbl/sda

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