Keine besondere Eile für den Porttunnel

Der Regierungsrat geht auf die Forderung von Grossräten nicht ein: Er will den Porttunnel bei Biel nicht vorziehen.

Ein grosser Teil des Bieler Westastes wäre untertunnelt.

Ein grosser Teil des Bieler Westastes wäre untertunnelt.

(Bild: zvg, Kanton)

Grossratsmitglieder verschiedenster Parteien haben den Regierungsrat aufgefordert, auf eine rasche Realisierung des Porttunnels zu drängen. Der Regierungsrat winkt ab und verweist auf den laufenden Dialogprozess zum umstrittenen Westast der Bieler A5-Umfahrung.

Der Westast ist eines von verschiedenen Teilprojekten der Autobahnumfahrung von Biel. Der unbestrittene Ostast ist seit 2017 in Betrieb. Am rechten Bielerseeufer ist ein Zubringer mit einem Tunnel in Port vorgesehen.

Der Westast mit zwei Autobahnanschlüssen in Biel ist in der Bevölkerung stark umstritten. Der Kanton hat deshalb das Projekt sistiert und einen Dialogprozess mit den verschiedenen Anspruchsgruppen gestartet. Bis im Sommer 2020 soll klar werden, wie es mit dem Westast weitergeht.

Widerspricht den Zielen des Dialogs

Grossratsmitglieder verschiedener Parteien forderten von der Berner Kantonsregierung, den Porttunnel vorzuziehen. Der Zubringer am rechten Bielerseeufer dürfe nicht Opfer der Querelen rund um den Westast werden. Mit dem Porttunnel könne das bestehende Verkehrsproblem auf dieser Achse gelöst werden.

Dies würde dem Ziel eines offenen und unvoreingenommenen Dialogs zuwiderlaufen, schreibt der Regierungsrat in seiner am Montag veröffentlichten Antwort auf die Vorstösse. Die Dialoggruppe werde auch die Frage einer Weiterbearbeitung der kaum umstrittenen Projektteile diskutieren, namentlich den Porttunnel mit dem Zubringer rechtes Bielerseeufer.

Der Regierungsrat will zunächst die Resultate des Dialogprozesses abwarten, wie er in seiner Antwort ausführt. Er empfiehlt die Vorstösse in der unverbindlichen Form eines Postulats zur Annahme.

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